
Summer McIntosh über Zeit, Druck und die neue TAG Heuer Aquaracer Professional Solargraph.
Sie ist noch keine 20 Jahre alt, hält mehrere Weltrekorde und gewann bei den Olympischen Spielen in Paris vier Medaillen – darunter drei Goldene. Die kanadische Schwimmerin Summer McIntosh ist seit einigen Jahren Markenbotschafterin von TAG Heuer und das Gesicht der neuen Aquaracer Professional Solargraph Kollektion. Im Interview spricht sie über ihre obsessive Beziehung zur Zeit, warum sie sich nach dem Rennen als erstes ihre Uhr anlegt – und was Schwimmen und Uhrmacherkunst gemeinsam haben.
Summer, für eine Athletin wie Dich ist Zeit nicht nur ein philosophisches Konzept – sie entscheidet über Sieg oder Niederlage. Wie denkst Du über Zeit?
Schwimmen ist ein Sport, der fast ausschließlich auf Zeiten basiert. Das beschäftigt mich ständig. Aber auch außerhalb des Beckens spielt Zeitmanagement eine riesige Rolle – wie viele Stunden ich schlafe, wie lange ich trainiere, wie viel Zeit ich für die Regeneration einplane und wann ich mir einfach Dinge gönne, die Spaß machen. Ich bin da sehr präzise und versuche immer, das Beste aus meinem Tag herauszuholen.
Und im Wasser selbst – tickt da eine innere Uhr?
Absolut. Im Training läuft alles nach Intervallen. Unser Coach teilt uns unsere Zeiten immer bis auf die Millisekunde genau mit, vor allem bei schnellen Einheiten. Ich schreibe nach jedem Training meine Zeiten auf – jeden einzelnen Tag. Ich protokolliere alle Einheiten, denke über meine Renneinteilungen nach. Das ist bei mir fast schon obsessiv. (lacht)
Im Wettkampfschwimmen ist es nicht erlaubt eine Uhr zu tragen. Wie handhabst Du das im Training?
Im Rennen ist natürlich kein Platz für eine Uhr – auch aus Sicherheitsgründen, man könnte jemanden damit verletzen. Und im Training versuche ich, die Wettkampfbedingungen so genau wie möglich nachzubilden, also lasse ich sie auch dort meist weg. Aber sobald ich aus dem Wasser steige, kommt die Uhr ans Handgelenk. Und ich habe mir selbst ein kleines Ritual daraus gemacht: Bei Wettkämpfen ist mein Ziel immer, die Uhr anlegen zu dürfen – denn das bedeutet, dass ich auf dem Podium stehe.
Trägst Du im Alltag eine Uhr und wenn ja, welche?
Ja, die, die ich heute trage, hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Es ist eine TAG Heuer Aquaracer mit rosa Zifferblatt – genau diese Uhr habe ich bei den Olympischen Spielen in Paris bei jeder Medaille auf dem Podium getragen. Sie hat diese Momente miterlebt. Das macht sie für mich unersetzlich.
Ist eine Uhr also mehr als nur ein modisches Accessoire?
Auf jeden Fall. Ich liebe natürlich auch die modische Seite – für mich sind TAG Heuer Uhren wunderschön und unglaublich vielseitig. Aber sie sind für mich auch eine ständige Erinnerung an meinen Sport, an Präzision, an das Denken in Sekunden und Millisekunden. Und praktisch gesehen: Es ist einfach schneller, auf die Uhr am Handgelenk zu schauen als aufs Handy. (lacht)
Wie kam es zur Partnerschaft mit TAG Heuer?
Mein damaliger Agent fragte mich einmal, mit welcher Uhrenmarke ich träumen würde, zu kooperieren. Ich sagte sofort: TAG Heuer. Mein Vater hat immer TAG Heuer-Uhren getragen, die Marke war für mich also von Kindheit an präsent. Nicht viele Schwimmerinnen arbeiten mit TAG Heuer zusammen, daher war es ein besonders stolzer Moment, als es wirklich geklappt hat.
Wie viel weißt du inzwischen über Uhrmacherhandwerk – und vor allem über die Solargraph Technologie bei den neuen Aquaracer Professional Modellen?
Ehrlich gesagt viel mehr als ich erwartet hatte! Als die Partnerschaft begann, kannte ich TAG Heuer natürlich, aber von Uhrentechnik hatte ich wenig Ahnung. Die Solargraph-Technologie finde ich faszinierend – dass Sonnenenergie eine Uhr antreiben kann, war mir nicht klar. Was mich aber am meisten beeindruckt hat: wie viel Gedanken, Zeit und Energie in jede einzelne Uhr fließen. Das hat mich wirklich überrascht – und erinnert mich irgendwie an das, was ich täglich im Training tue.
TAG Heuers Slogan lautet „Designed to Win“ – und ein älteres Markenversprechen ist „Don’t Crack Under Pressure“. Beide klingen wie persönliche Mottos von dir.
„Designed to Win“ berührt mich wirklich. Jeden Tag arbeite ich daran, mich selbst für den Sieg zu “designen” – körperlich und mental. Die Uhr ist schon fertig – ich bin noch im Prozess. Und was Druck betrifft: Ich setze mir selbst im Training so viel Druck, dass der externe Druck bei großen Wettkämpfen kaum mehr ins Gewicht fällt. Der einzige Druck, der wirklich zählt, kommt von innen.
Die TAG Heuer Aquaracer Professional Sonograph Kollektion ist jetzt erhältlich, in einer femininen neuen Gehäusegröße von 28 Millimetern – und in der 40 Millimeter-Version, neben Stahl, auch in Titan. In den neuen Uhren tickt ein hauseigenes Quarzwerk, das durch Solarenergie angetrieben wird. Das als Taucheruhr konzipierte Modell hat eine Wasserdichtigkeit von 100 Meter (beim 28 Millimeter Gehäuse) bzw. 200 Meter (beim 40 Millimeter Gehäuse).
Text von: Friederike Weissbach
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