Patek Philippe Celestial: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang - séduction Magazin Germany
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Patek Philippe: Diese Uhr zeigt Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Von Monroe Rei Vogel 10/08/2026
Patek Philippe Celestial Sunrise and Sunset Ref. 6105G-001 mit Sternenhimmel, Mondphasenanzeige sowie Anzeigen für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang
Credit: Alle Bilder von Patek Philippe (PR)
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Wir schauen auf die Uhr, um zu wissen, wie spät es ist. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang folgen jedoch keinem festen Zeitpunkt. Im Winter verschwindet das Tageslicht schon am Nachmittag, im Sommer bleibt es dagegen bis in den Abend. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang verschieben sich fortlaufend und folgen einem astronomischen Rhythmus, der sich nicht an unseren gleichmäßigen 24-Stunden-Alltag hält. Genau diese Veränderung macht Patek Philippe mit der neuen Celestial Sunrise and Sunset Ref. 6105G-001 mechanisch sichtbar.

Patek Philippe Celestial Sunrise and Sunset Ref. 6105G-001 mit schwarzem Sternenhimmel-Zifferblatt, Mondphasenanzeige und Anzeigen für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
Rückseite der Patek Philippe Celestial Sunrise and Sunset Ref. 6105G-001 mit Weißgoldgehäuse, graviertem Gehäuseboden und schwarzem Armband.

Die Patek Philippe Celestial Sunrise and Sunset Ref. 6105G-001 von vorne und hinten: Das Zifferblatt zeigt Sternenhimmel, Mondphasen sowie Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, der Gehäuseboden greift das technische Design der Uhr auf.

Die Grand Complication verbindet die bekannte Himmelsdarstellung der Celestial mit Anzeigen für die Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Damit erhält die Kollektion eine Funktion, die weniger abstrakt ist als viele astronomische Anzeigen und trotzdem auf komplexen Berechnungen beruht. Komplizierte mechanische Uhren setzen oft auf bekannte Funktionen wie das Tourbillon. Patek Philippe wählt mit der Ref. 6105G-001 einen anderen Ansatz. Hier steht nicht möglichst viel Mechanik im Vordergrund, sondern die Frage, wie sich ein reales Naturphänomen auf einer Uhr darstellen lässt: der tägliche Wechsel von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

Der Himmel als Zeitmesser

Astronomische Komplikationen gehören zu den anspruchsvollsten Disziplinen der Uhrmacherei. Während ein Chronograph Sekundenintervalle misst oder ein Ewiger Kalender unterschiedliche Monatslängen berücksichtigt, versuchen Celestial-Uhren, Bewegungen des Himmels mechanisch nachzubilden.

Bei der Ref. 6105G-001 zeigt ein Zifferblatt aus Saphirglas die Konfiguration des Himmels der nördlichen Hemisphäre. Eine ovale Markierung auf dem Zifferblatt zeigt den Teil des Sternenhimmels, der von Genf und Orten auf ähnlicher geografischer Breite aus sichtbar ist. Darin lassen sich die Bewegung der Sterne sowie die Bahn und die verschiedenen Phasen des Mondes verfolgen. Auch Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel, ist Teil der Anzeige. Über dieser Himmelskarte liegen die konventionellen Zeitanzeigen. Weiß lackierte, skelettierte Zeiger aus Weißgold geben Stunden und Minuten der mittleren Sonnenzeit an. Am äußeren Rand läuft eine Datumsanzeige, die über einen rot lackierten Zeiger abgelesen wird. Neu hinzu kommen separate Zeiger für die Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Auf diese Weise stehen verschiedene Formen der Zeitmessung unmittelbar nebeneinander.

Was hinter der Sunrise/Sunset-Anzeige steckt

Auf den ersten Blick klingt eine Sunrise/Sunset-Anzeige relativ simpel. Schließlich kann jedes Smartphone innerhalb von Sekunden sagen, wann die Sonne an einem bestimmten Ort auf- oder untergeht. Bei einer mechanischen Uhr liegt die eigentliche Herausforderung jedoch darin, diese sich ständig verändernden Zeiten ganz ohne digitale Berechnung darzustellen. Genau darin zeigt sich die uhrmacherische Leistung der Ref. 6105G-001.

Bei der neuen Celestial kommt noch eine weitere Herausforderung hinzu: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang folgen ihrem natürlichen Rhythmus. Unsere Uhrzeit wird dagegen im Frühjahr und Herbst durch die Umstellung auf Sommer- beziehungsweise Winterzeit um eine Stunde verschoben. Patek Philippe entwickelte deshalb ein System, mit dem sich die normale Zeitanzeige gemeinsam mit den Angaben für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang korrigieren lässt. So bleiben die verschiedenen Anzeigen auch nach einem Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit aufeinander abgestimmt. Für die korrekte Einstellung stellt die Manufaktur ein eigenes digitales Berechnungssystem bereit. Nutzer geben Datum, Uhrzeit und die nächstgelegene Stadt ein. Daraus werden die benötigten Einstellwerte für Sunrise/Sunset-Anzeige, Mondphase und Himmelskarte ermittelt. Die anschließende Einstellung selbst erfolgt mechanisch über die Kronen der Uhr.

Mehr als fünf Jahre Entwicklungsarbeit

Im Inneren der Uhr arbeitet das automatische Kaliber 240 C LU CL LCSO. Mehr als fünf Jahre Entwicklung flossen laut Patek Philippe in das Werk, sechs Patentanmeldungen gingen daraus hervor. Das Kaliber besteht aus 426 Teilen und besitzt einen dezentral angeordneten Minirotor aus 22-karätigem Gold. Allein die Anzeigen für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sowie das System zur Korrektur von Sommer- und Winterzeit erforderten 121 zusätzliche Komponenten. Trotzdem misst das Werk lediglich 7,93 Millimeter in der Höhe. Die Gangreserve liegt zwischen 38 und 48 Stunden.

Eine andere Seite von Patek Philippe

Auch beim Gehäuse entfernt sich die Ref. 6105G-001 von vielen klassischen Grand Complications des Hauses. Der Durchmesser beträgt beachtliche 47 Millimeter, das Gehäuse besteht aus Weißgold und kombiniert polierte mit sandgestrahlten Flächen. Die Muster an den Seiten und auf dem massiven Gehäuseboden orientieren sich laut Patek Philippe am Design von Raumfahrtmodulen. Dazu trägt die Uhr ein integriertes schwarzes Armband aus Verbundmaterial mit X-förmiger Struktur. Mit 12,39 Millimetern Höhe bleibt das Gehäuse angesichts der Vielzahl an Anzeigen vergleichsweise flach und lässt sich trotz des Formats überraschend gut tragen.

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