
Auf den ersten Blick wirkt alles gewohnt. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Die neue Yacht-Master II hat ein Update bekommen. Rolex hat die Logik des Regatta-Countdowns grundlegend überarbeitet, um die Handhabung auf dem Wasser zu vereinfachen. Zusammen mit dem neuen Kaliber 4162 entstand ein Zeitmesser, der vertraut aussieht, technisch aber ganz anders funktioniert.
Die Yacht-Master II kam 2007 auf den Markt, um Segler beim Start einer Regatta zu unterstützen. Vor dem eigentlichen Start läuft ein Countdown, dessen Dauer je nach Wettkampf unterschiedlich sein kann. Die Uhr besitzt deshalb eine Funktion, mit der sich diese Zeit einstellen, speichern und mit den offiziellen Startsignalen abgleichen lässt. Schon beim Vorgänger war das das wichtigste Merkmal des Modells. Bei der neuen Version der Uhr hat Rolex verändert, wie dieser Countdown eingestellt wird. Bisher war dafür auch die Lünette, also der drehbare Ring um das Zifferblatt, in die Bedienung eingebunden. Bei der neuen Yacht-Master II fällt dieser Schritt weg. Stattdessen lässt sich die gewünschte Zeit über den unteren Drücker an der rechten Gehäuseseite einstellen. Mit jedem Druck bewegt sich die Minutenanzeige um eine Position weiter, bis die gewünschte Countdown-Dauer erreicht ist. Die Lünette kann dadurch unabhängig davon für die Messung von Zeitintervallen genutzt werden.

Die die Bedienung viel Nutzerfreundlicher. Beim Vorgänger musste man zunächst nämlich verstehen, wie Lünette und Drücker zusammenspielen. Jetzt sind die Aufgaben klar verteilt: Mit dem oberen Drücker wird der Countdown gestartet und gestoppt, über den unteren wird er eingestellt, angepasst und zurückgesetzt. Gerade in der hektischen Startphase auf dem Wasser kann das hilfreich sein. Wird der Countdown zu früh oder zu spät ausgelöst, lässt er sich easy mit dem unteren Drücker an das nächste offizielle Signal anpassen. Der Sekundenzeiger springt dabei auf null zurück, während sich die Minutenanzeige an der nächstgelegenen vollen Minute ausrichtet. Die einmal gewählte Countdown-Dauer bleibt außerdem gespeichert. Für eine weitere Wettfahrt mit derselben Vorgabe muss sie daher nicht nochmal eingestellt werden.
Der Countdown läuft jetzt anders
Auch bei der Anzeige hat Rolex einiges verändert. Die Minuten laufen jetzt auf einer Skala von zehn bis null am Rand des Zifferblatts herunter. Neu ist, dass sich die Zeiger des Countdowns gegen den Uhrzeigersinn bewegen und damit sichtbar auf null zulaufen. Das gab es bei Rolex so bisher noch nicht. In den letzten 30 Sekunden lässt sich die verbleibende Zeit zusätzlich über die Skala auf der blauen Keramiklünette verfolgen. Im Inneren arbeitet das neue Kaliber 4162. Es basiert auf dem Kaliber 4161 des Vorgängermodells, wurde für die neue Generation aber weiterentwickelt. Zum Aufbau gehören unter anderem ein Säulenrad und eine vertikale Kupplung. Dazu kommen Bauteile, die das Werk effizienter, widerstandsfähiger und zuverlässiger machen sollen. Die Gangreserve liegt bei rund 72 Stunden.
Was sich am Design verändert hat
Damit Segler auch bei starkem Licht alles gut ablesen können, ist das Zifferblatt jetzt mattweiß lackiert. So werden störende Reflexionen reduziert. Das 44-Millimeter-Gehäuse wurde mit stärker gewölbten Seiten neu gestaltet. Die Drücker erinnern in ihrer Form an Winschen aus dem Segelsport und bringen diesen Bezug auch optisch mit. Ein breiteres Oyster-Band und eine schlankere Schließe verändern zusätzlich die Proportionen am Handgelenk. Erhältlich ist die Yacht-Master II in Oystersteel und in 18 Karat Gelbgold.


Auch interessant:
Hundert Jahre Rolex Oyster: Wie eine technische Innovation zur Design-DNA wurde
Tudor Monarch: Was hinter dem historischen Design der neuen Uhr steckt
Patek Philippe: Diese Uhr zeigt Sonnenaufgang und Sonnenuntergang



