Jaquet Droz baut Automaten zur Rocklegende - séduction Magazin
Uhren & Schmuck

Rolling Stones en miniature: Jaquet Droz baut den Automaten zur Rocklegende

Von Jan Lehmhaus 22/01/2023
Credit: PR
D

Die „Rolling Stones Automaton“ zeigt eine komplette Bühnenszene mit Drumkit, Gitarren, Verstärker und einer winzigen Mundharmonika. Ein Knopfdruck lässt den Hintergrund rotieren wie einen Plattenteller. Ein nostalgisches Bild – und für Jaquet Droz ungewöhnlich modern.

Die Produktionsgebäude der Manufaktur stehen weit weg von den großen Metropolen und ihrer Popkultur: in La Chaux-de-Fonds, im Zentrum der Schweizer Uhrmacherei. Benannt ist das Unternehmen nach einem genialen Automatenbauer, der im 18. Jahrhundert mit seinen mechanischen, aber ganz lebensechten Geschöpfen Erfolge feierte, auch den französischen Königshof verzauberte. Jaquet Droz ließ lebensgroße Puppen schreiben und zeichnen, auf Spieldosen und in goldenen Käfigen tanzten bunt gefiederte Vögelchen und tirilierten durch winzige Flöten in ihren Kehlen. Tatsächlich ging auch Jaquet Droz mit seinen Kreationen auf Tournee und war insofern vielleicht ein früher Popstar. Die heute zur Swatch Group gehörende Firma pflegt aber bei der Herstellung ihrer Uhren vor allem traditionelles Handwerk wie delikate Emaillemalerei und das klassische Bildprogramm, inklusive singender und aus dem Ei schlüpfender Vögel.

„Rolling Stones Automaton“, Automatik, 43-Millimeter-Rotgoldgehäuse; Credit: PR

Jaquet DrozTonarm zeigt die Gangreserve

Mit der „Rolling Stones Automaton“ stößt sie motivisch weit in die Moderne vor. Hergestellt aber werden die Miniatur-Musikinstrumente von Hand und aus massivem Gold. Die Emaillemaler des Hauses versehen sie mit farbigen Akzenten und setzen die sechs Lieblings-Stones-LPs des Kunden auf die hinter der Zähne liegende Scheibe. Ein Knopfdruck setzt sie genauso in Bewegung wie das Stones-Signet, die herausgestreckte Zunge. Klar, dass die Gangreserve von einem stilisierten Tonarm angezeigt wird. Und weil sich der Käufer sein allerliebstes Album unter die Bühne malen lassen kann, steht unter jeder Uhr die Limitierungsnummer „I/I“.

Werbung