
Bei T-Bar Necklaces wird ein Detail nach vorne geholt, das sonst oft versteckt wird: der Verschluss. Aus einem praktischen Element wird so ein sichtbares Designmerkmal.
Eine T-Bar Necklace erkennt man an dem sogenannten Toggle-Verschluss: Ein kleiner Steg, der durch seine horizontale Form an ein T erinnert, wird durch eine runde Öse geführt und hält die Kette zusammen. Normalerweise denkt man über so etwas nicht besonders lange nach, weil Verschlüsse bei Ketten meistens im Nacken liegen und einfach ihren Job machen. Bei T-Bar Necklaces ist es anders. Der Verschluss sitzt sichtbar vorne, wird zum Teil des Looks und gibt der Kette sofort mehr Charakter.
Erst Taschenuhr, dann Schmucktrend
Ursprünglich kommt die T-Bar aus der Welt der Taschenuhren. Im 19. Jahrhundert wurden sogenannte Albert Chains populär, also Uhrenketten, mit denen Männer ihre Taschenuhr an der Weste befestigten. Der T-förmige Steg wurde durch ein Knopfloch geschoben, damit die Kette sicher saß. Später wanderte dieses Detail aus der reinen Funktion heraus in den Schmuckbereich, vor allem bei schweren Gliederketten, Fob Chains und Halsketten. In den 90ern und frühen 2000ern wirkte das dann ziemlich logisch: chunky Silberketten und Charms waren lagen in dieser Zeit voll im Trend.
Der Andy-Sachs-Effekt
Dass T-Bar Necklaces gerade wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen, liegt natürlich auch an Anne Hathaway. Als Andy Sachs trägt sie in The Devil Wears Prada 2 eine T-Bar Necklace im Layering mit Perlen, genauer: die FORME Diamond Toggle Necklace von Jemma Wynne. T-Bar-Ketten können durch den sichtbaren Verschluss manchmal etwas maskuliner oder schwerer wirken. Gerade dieses Modell zeigt aber, wie fein und feminin die Form auch aussehen kann. Andere Modelle setzen dagegen stärker auf Gliederketten, klare Linien oder einen fast unisex wirkenden Hardware-Look.
Drei Modelle mit sichtbarem Verschluss

Die Chaîne d’ancre Punk Halskette von Hermès aus 925er Silber bleibt nah an der Chaîne d’ancre, einem der bekanntesten Schmuckmotive des Hauses, das auf die Form einer Ankerkette zurückgeht. Bei diesem Modell wird das Glied länglicher und erinnert dadurch fast an eine Sicherheitsnadel. Die Gucci Staffa Pendant Necklace aus Sterlingsilber arbeitet ebenfalls mit einem T-Verschluss; das Staffa-Motiv kommt aus dem Reitsport und erinnert an einen Steigbügel. Dadurch wird die Kette zu einem Modell, das bei Männern und Frauen gut funktionieren kann. Etwas maskuliner wirkt die Bottega Veneta Gliederhalskette.
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