Neues Design: Nomos’ Ludwig Neomatik - séduction Magazin
Uhren & Schmuck

Von I bis XXXI – Nomos’ Ludwig Neomatik zeigt jetzt auch beim Datum römische Ziffern

Von Jan Lehmhaus 30/11/2022
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Auch Uhren-Design ist, natürlich, individuelle Geschmackssache. Eine Grundsatzfrage allerdings trennt die Menschheit deutlich in zwei Gruppen: in diejenigen, die römische Ziffern auf dem Blatt mögen, und die, für die das ein No-go ist. Wobei sich Letztere oftmals vor allem am Informations-Mischmasch stören. Wenn etwa der Kranz klassisch-graziler römischer Zahlen von einer bauchigen arabischen Zahl im Datumsfenster unterbrochen wird. 

Für alle Hersteller, die den Datumsring nicht fertig bedruckt kaufen, sondern auch deren Gestaltung übernehmen, läge es natürlich nah, auch die Monatstage römisch darzustellen – gäbe es da nicht ein Problem: Die römischen Zahlen brauchen wesentlich mehr Platz als die arabischen. In lesbarer Größe also ein deutlich größeres Fenster, in das auch die besonders lange „XXVIII“ an Stelle der „28“ passen muss. Dafür und für die entsprechende Datumsscheibe ist in den meisten Werken allerdings technisch bedingt nicht genug Raum.

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Nomos beschäftigt sich seit jeher sorgfältig mit allen Finessen der Uhren-Typografie. Bei der Konstruktion des Automatik-Kalibers DW 6101 wurde der Datumsring außen um das Werk gelegt. Sein Radius lässt große Zahlen in einem großen Datumsfenster zu. Platz genug also, um die Ludwig, Nomos’ Klassiker mit römischen Ziffern, weiter zu romanisieren: zur ersten Armbanduhr mit römischem Datum. Tatsächlich ist der ästhetische Effekt bemerkenswert, drängt sich das Datum nicht mehr in den Vordergrund. Dabei bleibt für alle Puristen noch genug Diskussionsstoff. Die neue Ludwig trägt auf dem Zifferblatt die Uhren-typische „IIII“, gibt den vierten Tag des Monats aber mit „IV“ an. Das ist historisch korrekt – und wohl auch: Geschmackssache. Ludwig Neomatik 41 Datum, Automatik, Edelstahlgehäuse, 3140 Euro

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