Wenn Uhren zu Kunst werden: Vier außergewöhnliche Modelle - séduction Magazin Germany
Uhren & Schmuck

Wenn Uhren zu Kunst werden: Vier außergewöhnliche Modelle

Von Monroe Rei Vogel 01/05/2026
Credit: Spotlight Launchmetrics
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Uhren können heute viel mehr sein als nur präzise Instrumente zur Zeitmessung. Sie entwickeln sich immer häufiger zu besonderen Objekten, in denen Gestaltung, Handwerk und künstlerischer Anspruch auf engem Raum zusammenkommen. Einige Modelle lösen sich dabei ganz bewusst von klassischen Formen und Funktionen und nähern sich eher der Idee eines kleinen Kunstwerks am Handgelenk. Sie spielen mit Materialien, mit Oberflächen und mit unterschiedlichen Perspektiven, erzählen eigene Geschichten oder greifen Motive aus Kunst und Kultur auf. Die folgenden Zeitmesser zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie fließend die Grenze zwischen Uhrmacherei und Kunst inzwischen geworden ist.

Établisseurs Galets

Statt sich an klassischen Formen zu orientieren, greift diese Uhr die sanft geschliffenen Konturen von Kieselsteinen auf. Das Gehäuse aus 18 Karat Gelbgold wirkt deshalb bewusst unregelmäßig und eher wie ein kleines Objekt als wie eine typische Uhr. Auch das Zifferblatt folgt diesem Ansatz: Es besteht aus Naturstein und verzichtet komplett auf Zahlen oder Markierungen. Man schaut also nicht auf eine klar strukturierte Anzeige, sondern auf eine Oberfläche, die sich je nach Licht verändert. Im Inneren arbeitet ein mechanisches Handaufzugswerk, das speziell an die ungewöhnliche Form angepasst wurde. Selbst das Armband ist nicht standardisiert – die einzelnen Goldglieder sind unterschiedlich gestaltet und so verbunden, dass sie sich weich und beweglich ums Handgelenk legen.

Patek Philippe Calatrava Minute Repeater „Allegory of Music“

Bei diesen Zeitmesser steht das Zifferblatt im Mittelpunkt. Es zeigt ein detailreiches Gemälde, das von Hand in Emailtechnik umgesetzt wurde – eine Methode, bei der Farbe in mehreren Schichten bei sehr hohen Temperaturen eingebrannt wird. Die Darstellung basiert auf einem Werk des Malers François Boucher und ist entsprechend fein ausgearbeitet. Die eigentliche Uhr bleibt bewusst schlicht: ein klassisches Gehäuse aus Roségold, schlanke Zeiger, keine zusätzlichen visuellen Elemente, die vom Bild ablenken. Technisch bietet sie dennoch eine Besonderheit: Auf Knopfdruck schlägt sie die aktuelle Zeit akustisch an.

Jaeger-LeCoultre Reverso Tribute Enamel Hokusai Rōben Waterfall

Diese Uhr nutzt ein ganz besonderes Feature: Ihr Gehäuse lässt sich drehen. Auf der Vorderseite zeigt sie eine reduzierte Zeitanzeige mit einem fein strukturierten Zifferblatt. Dreht man sie um, erscheint auf der Rückseite ein kleines Emailbild – eine Szene aus einer Wasserfall-Serie des japanischen Künstlers Hokusai. Die Darstellung ist sehr detailreich, obwohl sie nur wenige Quadratzentimeter groß ist.

Vacheron Constantin Métiers d’Art „Buste d’Akhénaton“

Der erste Blick auf diese Uhr fällt unweigerlich auf das Zifferblatt, wo die Büste des Pharaos Echnaton als plastisches Relief hervortritt. Um diese Darstellung entfaltet sich ein Design, das der Uhr einen fast skulpturalen Charakter verleiht. Klassische Zeiger fehlen bewusst – stattdessen wird die Zeit dezent über Anzeigen am Rand abgelesen.

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