Körperpflege

Hornhaut an den Füßen entfernen: Diese sanften Methoden helfen

Von Pia Scheiblhuber 11/07/2020
Credit: Stocksy
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Hornhaut ist im Grunde das Ergebnis eines Schutzmechanismus der Füße: Werden sie stark beansprucht und Druck oder Reibung ausgesetzt, bilden sie verdickte Hautstellen. Vor allem im Sommer sind diese Hautstellen aber besonders unwillkommen. Vor allem wenn die Hornhaut besonders dick ist, Risse bekommt oder sich gelblich färbt.

Mit der richtigen, täglichen Fußpflegeroutine und einem sanften Vorgehen beim Hornhautentfernen kann den unschönen Hautstellen aber entgegengewirkt werden. séduction erklärt, wie man da am besten vorgeht.

Tägliches Cremen kann Hornhautbildung vorbeugen

Im Gegensatz zur Pflegezeit, die wir täglich vor allem dem Gesicht widmen, gehen wir mit den Füßen sehr nachlässig um. Dennoch wundert man sich oft über die vielen rauen, verhornten Stellen an den Füßen. Spätestens dann ist es Zeit, sich mehr mit den Füßen zu beschäftigen. Durch regemäßiges Eincremen kann Hornhaut effektiv vorgebeugt werden. Besonders gute Wirkstoffe sind zum Beispiel Urea, Salizylsäure und Aloe vera. Am besten Cremen Sie die Füße morgens mit einer dünnen Schicht ein; am Abend darf es eine dickere sein, da man da in der Regel mehr Zeit hat, um die Wirkstoffe einziehen zu lassen. Einfach Baumwollsocken drüberziehen und eine halbe Stunde einwirken lassen. Es gibt auch spezielle Hornhautsocken, die mit Frucht- oder Salicylsäure getränkt sind. Diese können z.B. einmal die Woche in die Fußpflege integriert werden. Sie sollten die tägliche Fußpflege aber nicht ersetzen, da sie oftmals recht aggressiv sind.

So entfernen Sie Hornhaut auf sanfte Weise

Kommt es trotz der täglichen Pflege zu Hornhautbildung, sollten Sie folgende Schritte beachten:

  • Gönnen Sie sich ein warmes Fußbad und reichern Sie das Wasser mit Meersalz (wirkt keimtötend und reinigend), Aloe-Vera-Saft oder Apfelessig an. Bei sehr trockener Haut können Öle (z.B. Avocado- oder Teebaumöl) zugesetzt werden. Weichen Sie Ihre Füße nicht länger als 15 Minuten ein.
  • Alternativ kann man zum Aufweichen der Hornhaut ein Kamillenblütenpäckchen verwenden. Hierfür geben Sie einen Esslöffel Kamillenblüten auf ein Leinentuch, einschlagen es ein und übergießen es mit heißem Wasser bis es durchfeuchtet ist. Danach drücken Sie das Päckchen ca. 15 Minuten auf die betroffenen Stellen.
  • Ist die Hornhaut aufgeweicht, können diverse „Werkzeuge“ zum Einsatz kommen. Das älteste und bewährteste ist der Bimsstein. Dieses grobporige Vulkangestein eignet sich für die Behandlung dünner Hornhaut. Hornhautfeilen können hingegen bei dicker Hornhaut hilfreich sein, wenn Sie sie nicht zu aggressiv anwenden. Elektrische Feilen sind je nach Qualität und Hersteller ebenfalls eine Alternative. Vor allem Diabetiker sollen mit diesen Utensilien vorsichtig umgehen. Von Hornhauthobeln sollten aber alle die Finger lassen. Dies sind sehr scharfe Geräte, mit denen man die Haut leicht verletzt, wodurch Keime und Schmutz in die Haut eindringen können.
  • Entfernen Sie nur so viel, bis sich Haut wieder beweglich anfühlt. Etwas Hornhaut sollte noch vorhanden sein, um Verletzungen zu vermeiden. Wird zu viel entfernt, könnte das sogar eine stärkere Hornhautbildung unterstützen.
  • Cremen Sie Ihre Füße danach unbedingt gut ein. Gönnen Sie Ihren Füßen dabei eine wohltuende Massage.

Bei Hyperkeratose suchen Sie am besten einen Experten auf

Bei leichter Verhornung kann auch ein Fuß-Peeling ausreichend sein. Dieses können Sie auch einmal pro Woche in die Fußpflege integrieren. Wer an Hyperkeratose, also übermäßiger Hornhaut, leidet, sollte sich am besten in professionelle Hände begeben und sich von einem Podologen oder Hautarzt behandeln lassen.

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