Körperpflege

Lotion, Öl oder Creme? Was die Körperpflegeprodukte unterscheidet

Von Pia Scheiblhuber 16/04/2020
Credit: iStock
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Der Frühling bringt nicht nur für die blühende Natur eine Veränderung mit sich – auch die Laune der Sonnenanbeter steigt. Und die Lust der Beauty-Liebhaber, die die steigenden Temperaturen und den Abschied von der Heizungsluft dazu nutzen, ihre Körperpflege an die Jahreszeit anzupassen. Die Frage lautet nun: Lieber ein Körperöl, eine Creme oder eine Bodylotion verwenden? Oder doch eine Bodybutter?

Diese Entscheidung kann sehr wohl von der Jahreszeit abhängen, sind doch leichtere Texturen im Sommer viel angenehmer als schwere Öl-Rezepturen. Doch ist der entscheidende Punkt bei der Wahl der Körperpflege letztendlich immer der Hauttyp.

Körperöl

Öle sind vor allem für sehr trockene Haut und für die Winterpflege strapazierter Haut geeignet. Sie können aber auch nach einem Sommertag die sonnenexponierte, durch Chlorwasser aus dem Gleichgewicht gebrachte Haut beruhigen. Der große Vorteil von Avocado-, Argan-, Mandelöl und Co. ist, dass sie in tiefere Hautschichten eindringen und dort ihre Wirkkraft entfalten können: Sie binden Feuchtigkeit und schließen sie in die Haut ein. Die lipidreichen Beauty-Elixiere können somit die Haut effektiv und langanhaltend weicher und geschmeidiger machen. Nicht nur sehr trockene Hauttypen können von der reichhaltigen Ölpflege profitieren, denn: Öl ist nicht gleich Öl. Es gibt schwere Öle aber auch trockene Varianten – oft als „Dry Body Oils“ gekennzeichnet“ –  die sich auch sehr gut für normale oder Mischhaut eignen, da sie keinen Fettfilm auf der hinterlassen. Im Allgemeinen kann man diesen auch verhindern, indem man das Öl auf die noch feuchte Haut direkt nach dem Duschen aufträgt.

Körpercremes

Der Klassiker unter den Körperpflegeprodukten ist die Bodycream. Sie bietet eine perfekte Basis für Pflegeprodukte aller Hauttypen: Für jeden Hauttyp gibt es eine passende Körpercreme, da der Variantenreichtum aufgrund einer „neutraleren“ Wasser-Fett-Basis (im Gegensatz zum Öl) sehr groß ist. Ölige und Mischhaut sind mit einer Creme mit einem hohen Wasseranteil gut bedient, trockene Haut hingegen braucht einen höheren Fettanteil.

Bodylotion

Eine leichtere und erfrischendere Variante der Körpercreme ist die Bodylotion. Sie ist vor allem aufgrund ihrer leichten Textur, die schnell einzieht und die Haut nicht beschwert, sehr beliebt. Im Sommer scheinen sie die perfekte Lösung zu sein, um die Haut nach dem Duschen oder Schwimmbadbesuch mit Feuchtigkeit zu versorgen. Die angenehme Formulierung beruht auf einem hohen Wasseranteil. Im Gegensatz zur Bodybutter enthält die Lotion einen geringen Lipidanteil. Körperlotionen sind oft mit pflegenden und beruhigenden Inhaltsstoffen wie Urea, Olivenöl oder Aloe Vera angereichert, die eine erfrischte und dennoch gut versorgte Haut hinterlassen. Wer zu trockener Haut neigt sollte darauf achte, dass der Fettanteil der Lotion nicht zu gering ist. Bei Hautproblemen sollte man keine Bodylotions verwenden.

Bodybutter

Wer reichhaltige Texturen liebt und seine trockene Haut intensiv pflegen möchte, greift am besten zu einer Bodybutter. Die lipidreiche Formulierung zieht schnell in die Epidermis ein, pflegt reichhaltiger als eine Körpercreme, liegt aber in der Regel schwerer auf der Haut. Die Wirkstoffe können nicht so tief in die Haut eindringen wie bei einem Öl. Oft bildet Kakao- oder Sheabutter die Grundlage einer Bodybutter, die darüber hinaus meist mit weiteren Pflegeölen angereichert ist. Bei öliger oder zu Unreinheiten neigender Haut sollte man Abstand von der Körperbutter nehmen, da sie eine zu reichhaltige Pflege für jene Hauttypen darstellt. Hautprobleme könnten dadurch verstärkt werden.

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