Körperpflege

Sonnenschutz: unerlässlich und individuell

Von Redaktion 03/06/2020
Credit: Stocksy
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Sobald die Sonne rauskommt, haben viel nur eines im Kopf: Raus ins Freie und Sonne tanken. Die einen oder anderen vergessen aber leicht mal, sich einzucremen. Vor allem etwas dunklere Hauttypen sehen sich oft nicht gefährdet.

séduction klärt auf, warum jeder Sonnenschutz benötigt und welche Sonnenpflege zu welchem Hauttypen passt.

Wie wirken UV-Strahlen auf die Haut?

Die Sonne macht nicht nur gute Laune, sondern hat auch Schattenseiten. Sie schädigt unsere Haut, aber wie eigentlich? Es gibt drei Arten von UV-Strahlen: UVA, UVB und UVC. Letztere werden von der Ozonschicht herausgefiltert und erreichen uns somit nicht auf der Erdoberfläche. UVA-Strahlen durchdringen alle tiefen Schichten unserer Haut. Das sind die Strahlen, welche die Haut braun aussehen lassen, aber auch Falten, frühzeitige Hautalterung und Pigmentflecken hervorrufen. Es kann sogar unsere DNA und die Hautzellen beschädigen, was wiederum das Risiko für Hautkrebs steigen lässt. UVB-Strahlung ist verantwortlich für den typischen Sonnenbrand, die Rötung unserer Haut und kann auch Hautkrebs verursachen.

Der Eigenschutz der Haut ist Typsache 

Wenn die Haut UV-Strahlung ausgesetzt ist, werden die Melanozyten aktiviert. Das sind die Zellen, die Melanin, also Farbpigmente, produzieren und die DNA vor Schäden bewahrt. Dies geschieht in unterschiedlichem Ausmaß und hängt vom Erbgut ab. Das Melanin schützt deshalb auch nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Helle Hauttypen produzieren Phenomelanin, das ist der rötlich-gelbe Farbstoff des Melanins und schützt nur gering. Diese Hauttypen haben einen Eigenschutz von maximal zehn Minuten, was bedeutet, dass Sie nur so lange ohne Sonnenschutz ausharren, bis die Haut beschädigt wird. Dunkle Hauttypen hingegen produzieren Eumelanin, das braun-schwarze Pigment, welches vor UVB-Strahlen schützt. Ihre Haut kann sogar bis zu 30 Minuten der Sonne ausgesetzt sein, ohne zu verbrennen. Da aber der Eigenschutz kein Garant ist, sollte immer Sonnenschutz aufgetragen werden, und die Haut vor Schäden abzuschirmen. 

Mineralischer und chemischer Sonnenschutz

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Sonnenschutz.

  • Chemischer Sonnenschutz enthält Wirkstoffe wie Avobenzone, Oxybenzone oder Octinoxate. Er absorbiert die UV-Strahlen beim Eintritt in die Haut, die dann in Wärme umgewandelt und als Infrarotstrahlen von der Haut abgegeben werden. Die leichte Konsistenz kann gut in die Haut eingearbeitet und auch über den Tag verteilt mehrmals aufgetragen werden. Dieser Sonnenschutz wirkt allerdings erst nach ca. 20 bis 30 Minuten nach dem Auftragen.
  • Sensible Hauttypen können allergisch auf die chemischen Stoffe reagieren, deshalb sollten diese lieber auf mineralischen Sonnenschutz setzen. Er enthält natürliche Inhaltsstoffe wie Zinkoxide oder Titaniumdioxide. Aufgrund dieser Inhaltsstoffe kann er allerdings besonders auf dunklerer Haut einen sichtbaren weißen Film hinterlassen. Generell fühlt sich diese Art von Sonnenschutz etwas schwerer auf der Haut an. Das Gute ist allerdings, dass sich die aktiven Mineralien auf die Haut setzen und die UV-Strahlen reflektieren, sprich direkt nach dem Auftrag wird der Schutz gegen UV-Strahlung gewährleistet. 

Für Outdoor-Aktivitäten ist es deshalb sinnvoll einen mineralischen Sonnenschutz zu verwenden und einen chemischen Sonnenschutz eher im Alltag, da dieser auch gut unter dem Make-up aufgetragen werden kann. 

Hauttypenguide: Welche Wirkstoffe sind gut?

Unsere Gesichtshaut ist besonders empfindlich. Sie ist ständig den äußeren Umwelteinflüssen ausgesetzt und auch viel individueller als die Haut am restlichen Körper. Große Poren, ölige Haut, trockene Haut, normale Haut und sensible Haut. Für alle Hauttypen gibt es die passende Pflege.

  • Normale Haut muss nicht unbedingt auf ein Extra-Produkt für das Gesicht zurückgreifen. Die Sonnencreme für den Körper genügt schon.
  • Ölige und fettige Haut, die auch zu Unreinheiten und kleinen Pickeln neigen, sollten auf ein mattierendes leichtes Fluid setzten, mit klärenden Wirkstoffen wie Salicylsäure, Teebaumöl oder Grünem Tee. Reisstärke ist auch ein guter Wirkstoff, sie absorbiert überschüssigen Talg auf der Haut.
  • Bei sensibler Haut lautet die Devise: Weniger ist mehr. Keine Duftstoffe, wenige aber dafür beruhigende Inhaltsstoffe wie Urea, Kamille, Lavendel und andere Pflanzenöle. Wenn trockene Haut der Sonne ausgesetzt ist, wird sie noch trockener. Aloe Vera und Glycerin spenden extra Feuchtigkeit. 

Egal welcher Hauttyp Sie sind, achten Sie immer darauf reichlich Sonnenschutz zu verwenden. Ein Teelöffel für das Gesicht ist der Maßstab. Außerdem sollte direkte Sonneneinstrahlung um die Mittagszeit (11-15 Uhr) vermieden werden.