Vollbad-Vergnügen: Arten und Wirkung von Badezusätzen - séduction Magazin
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Körperpflege

Vollbad-Vergnügen: Arten und Wirkung von Badezusätzen

Von Redaktion 31/03/2020
Credit: Stocksy
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Abschalten und sich einfach in Ruhe verwöhnen: Erholsame Vollbäder sind genau dazu da. Doch haben sie auch eine Wirkung, die darüber hinaus geht, Stichwort „Balneotherapie“. Damit ist die therapeutische Wirkung von Bädern gemeint. Auf die stressreduzierende, muskelentspannende oder auch schlaffördernde Wirkung haben vor allem die Badezusätze einen großen Einfluss.

séduction bietet Ihnen einen Überblick über Zusatzarten und die Wirkung der unterschiedlichen zugesetzten Öle und Kräuter.

Maximale 20 Minuten bei höchstens 38 Grad baden

Vorab ein paar Bade-Basics: Die optimale Badezeit liegt bei zehn bis 15 Minuten. Das Vergnügen im heißen Nass sollte aber nicht länger als 20 Minuten dauern, wobei die Wassertemperatur zwischen 34 und 38 Grad liegen sollte, da sonst der Kreislauf zu stark belastet wird. Schon allein durch die Wärme des Wassers entspannen sich die Muskeln und die Blutzirkulation intensiviert sich. Dieser Effekt kann durch die richtig gewählten Badezusätze verstärkt werden.

BadezusatzArten

Welche Art des Badezusatzes man wählen sollte, hält zum einen von persönlichen Vorlieben und zum anderen vom Hauttyp ab.

  • körniger Badezusatz: Badesalze, auch oft in Tablettenform, lösen sich vollständig im Wasser auf. Sie enthalten meist Tenside, also wachaktive Substanzen, die für die Reinigung verantwortlich sind, dabei jedoch den schützenden Fettfilm der Haut schwächen können. Auch Duft- und Farbstoffe werden in der Regel zugesetzt. Salze eignen sich vor allem für eine effektive Körperreinigung, weniger für ein ausgiebiges Verwöhnerlebnis, da sie in den meisten Fällen keine reichhaltige Pflege bieten.
  • Badeöl: Ölige Badezusätze hingegen versprechen eine intensive Pflege, da sie das Wasser mit reichlich Lipiden anreichern, die über die Haut aufgenommen werden können. Das Öl umhüllt den Körper und sorgt vor allem bei trockener und sensibler Haut für ein geschmeidiges Hautgefühl.
  • Cremebäder: Diese sind ebenfalls meist mit pflegenden Ölen angereichert, jedoch auch mit Emulgatoren, damit sich die Substanz mit dem Wasser verbindet.
  • Schaumbäder: Schaum macht für viele erst das richtige Bade-Feeling aus. Auch Schaumbäder punkten mit reichhaltigen Inhaltsstoffen, beinhalten jedoch auch Tenside, die für das Schäumen sorgen. Je nachdem ob es sich um aggressive oder milde Tenside handelt, ist mehr oder weniger Vorsicht geboten.

Inhaltsstoffe: Aromaöle und Kräuter

Ätherische Öle und Kräuter und andere Naturprodukte sorgen beim Baden nicht nur dank ihres beruhigenden oder belebenden Duftes für Entspannung, sondern auch für eine ordentliche Portion Pflege. Sie können aber auch körperliche Beschwerden lindern und den Stoffwechsel ankurbeln.

  • Zur Beruhigung und für erholsamen Schlaf: Vanille, Lavendel und Hopfen werden besonders beruhigend und schlaffördernd. Am besten nimmt man eine halbe bis eine Stunde vor dem Schlafengehen ein Bad mit einer dieser Ingredienzen und kuschelt sich anschließend ins Bett.  Wer in stressigen Zeiten an Schlaflosigkeit leidet, kann es mit Johanniskraut-Extrakt probieren.
  • Bei Allergien: Sole hilft, die Feuchtigkeit in der äußeren Hornschicht der Haut abzuspeichern, wodurch die natürliche Schutzschicht der Haut gestärkt wird. Ein weiterer Vorteil: Es trägt zur Aufnahme von Spurenelementen und Mineralstoffen bei, wovon sowohl die Selbstheilungskräfte als auch der Stoffwechsel profitieren können. Dadurch ist Sole der perfekte Badezusatz für die Anwendung bei Neurodermitis. Im Allgemeinen schafft Meersalz – insbesondere aus dem Toten Meer – Abhilfe bei Allergien. Auch Kamille, Salbei und Ringelblume haben eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung.
  • Bei trockener Haut: Hier kann man sich Kleopatra zum Vorbild nehmen und in Honig und Milch baden. Milchfett stärkt den Säureschutzmantel der Haut und bekämpft Trockenheitsfältchen, Milchsäure schafft es hingegen, Feuchtigkeit zu binden. Ebenso wie Honig, der zudem zur Elastizität der Haut beiträgt. Mandel-, Kokosnuss- Jojobaöl haben eine ähnliche Wirkung auf trockene Haut und Aloe Vera du Rosenextrakte bieten eine Extraportion Pflege.
  • Zur Schmerzlinderung: Einige Kräuter, die Vollbädern beigemischt werden können Muskelverspannungen und Gelenkbeschwerden lindern, sind zum Beispiel Kampfer, Beinwell oder Wacholder. Arnika wirkt entzündungshemmend und Rosmarin stimuliert die Durchblutung. Rosskastanie wirkt wohltuend bei Beinbeschwerden.
  • Bei Erkältungssymptomen:  Eukalyptus, Latschenkiefer, Melisse, Thymian und Fichtennadel wirken antibakteriell und können das Immunsystem stärken. Bei ersten Anzeichen einer Erkältung können diese Kräuter helfen. Sobald man aber bereits Husten oder Schnupfen hat, sollte man von heißen Vollbädern Abstand nehmen, um den erkrankten Körper nicht zu belasten.
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