Make Up und Schminktipps

So punkten synthetische Make-up Pinsel

Von Habib Yaman 20/02/2019
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Die sind die Zauberstäbe für unser Gesicht. Sie unterstreichen mit ein paar Strichen unsere Persönlichkeit. Sie sind oft die wahren Akteure in unserer Beauty-Routine. Aber sie werden oft auch vernachlässigt. Pinsel sind wohl das wichtigste Make-up-Tool. Zu welchen Sie greifen, sollte keine Zufallsentscheidung sein. Vor allem nicht, wenn einem das Tierwohl am Herzen liegt.

Eine große Rolle in der Pinselwahl spielt seit einigen Jahren die Debatte um synthetische und tierische Pinsel. Galten Echthaar-Pinsel vor Jahren noch als luxuriöser und qualitativ hochwertiger, so geht der Trend heute klar zu den synthetischen Pinseln, nicht nur unter Tierhaar-Allergikern. Die Gründe liegen auf der Hand: Für die Kunsthaar-Borsten müssen keine Tiere leiden. Das ist bereits für viele ein überzeugendes Argument, um auf Echthaar zu verzichten. Die Vorteile sind jedoch vielfältig. Synthetische Pinselhaare sind deutlich hygienischer, denn echte Pinselhaare sind eher porös und schuppig, wodurch sie sich nicht so leicht reinigen lassen. Somit bleiben Bakterien leichter in den Borsten haften, vor allem aber in den Zwingen. Dank ihrer glatten Oberfläche sind Kunsthaare leichter zu reinigen und stellen kaum eine Gefahr für Bakterienansammlung dar. Die rauere Oberfläche der Tierhaar-Pinsel ist auch der Grund, weshalb Produkte wie Foundations oder Creme-Rouge sehr leicht von ihnen aufgesaugt werden, wodurch kleine Produktmengen verschwendet werden. Echthaar eignet sich hingegen besonders gut, um pudrige Substanzen aufzutragen – doch das kann die neue Generation der Kunsthaar-Pinsel ebenso wirkungsvoll.

Viele Pinsel sind bereits „cruelty free“ – und lassen sich kinderleicht reinigen

Einige Marken haben sich bereits vollkommen dem Kunsthaar verschrieben. Letzteres wird aus Polyamiden wie Nylon, Perlon oder Tynex hergestellt. Viele Pinsel schmücken sich bereits mit dem Siegel „cruelty free“. Ihre Borsten bestehen aus veganen Taklon-Haaren, wobei es sich um eine sehr glatte, synthetische Faser handelt. Einige Marken haben ihre eigenen Haarfasern auf synthetischer Basis entwickelt, um die veganen Pinsel-Varianten noch effizienter zu machen. Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Es gibt sogar Pinsel mit Haaren aus recycelten Plastikflaschen! Nicht nur das ist ein Beweis, dass vegane Kosmetik-Tools keinesfalls langweilig sind. Ganz im Gegenteil, von klassisch schick bis futuristisch formvollendet präsentieren sich die Pinsel als richtige Schmuckstücke. Und Schmuckstücke müssen bekanntlich auch gut gepflegt werden. Oft reicht schon warmes Wasser und eine kleine „Massage“ für die Borsten, um die hängengebliebenen Substanzen aus den Pinseln herauszudrücken. Ansonsten verwenden Sie am besten eine spezielle Pinselseife. Wer keine davon Zuhause hat, kann auch mildes Shampoo verwenden. Am besten die Haare behutsam einshampoonieren, gründlich abwaschen, trocken tupfen und auf einem Handtuch liegend trocknen lassen, damit das Wasser nicht in die Zwinge läuft und dort den Kleber porös werden lässt. Am besten einmal pro Woche die Reinigung durchführen – sodass Sie auch jahrelang mit denselben Pinseln tolle Lieblings-Make-up-Looks zaubern können.

Worauf man beim Pinselkauf achten muss

Checkliste Pinseleinkauf:

  • Verliert der Pinsel schon beim Testen Haare? Dann Finger weg. Die Haare müssen fest im Schaft sitzen und dürfen sich auch dann nicht herauslösen, wenn man stark daran zieht.
  • Ist der Pinselschnitt gleichmäßig? Wenn die „Frisur“ des Pinsels sitzt und keine einzelnen Borsten herausstehen, dann ist das auf jeden Fall ein gutes Zeichen.
  • Wackelt die Zwinge? Das darf nicht sein. Der Pinselschaft ist das Herzstück eines jeden Pinsels und ist ein wichtiger Qualitätsindikator.
  • Pikst es? Wenn die mit dem Finger über die Pinselhaare fahren und sie ein Piksen spüren, sollte man die Finger davonlassen. Außer Sie suchen einen Augenbrauenpinsel.
  • Wie liegt der Pinsel in der Hand? Eine Frage, die jeder individuell entscheiden muss. Und wo sich bestimmte Vorlieben herauskristallisieren.

Text: Pia Scheiblhuber

Credit: imaxtree; niche-beauty.com; PR

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