Kenzō Takada verstarb an den Folgen von COVID-19 - séduction Magazin
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Gefeierter Modeschöper Kenzō Takada verstarb an den Folgen von COVID-19

Von Patrick Vogel 05/10/2020
Credit: PR
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1970 gründete Kenzō Takada sein gleichnamiges Mode- und Kosmetikimperium, KENZO, in Paris. Er war einer der ersten japanischen Designer mit globalem Erfolg.

Am 27. Februar 1939 kam Takada in der Burgstadt Himeji, in der Nähe von Osaka, zur Welt. Schon als Jugendlicher blätterte er durch die Modezeitschriften seiner Schwester und lernte das Nähen von ihr.  Das anfängliche Interesse wurde mit fortschreitendem Alter zu seiner Passion. Gegen den Willen seiner Eltern fing er ein Studium an der Modeschule Bunka Fukusō Gakuin an, welches er mit Erfolg abschloss.

Der große Traum von Paris

Kurz nach seinem Studium, 1964, kam er mit einem Frachtschiff nach Marseille und verlagerte im darauffolgenden Jahr seinen Lebensmittelpunkt nach Paris. Seine erste Kollektion präsentierte Kenzo Takada 1970. Noch im selben Jahr eröffnete er eine eigene Boutique namens Jungle Jap. Das Interesse der Öffentlichkeit war immens; nicht zuletzt auch wegen seinen innovativen Kreationen, in denen er auch traditionelle japanische Designs verarbeitete. In Europa stach Takada damit aus der Masse heraus.

Verkauf von KENZO an LVMH

Während der 80er und 90er erweiterte Takada die Identität seiner Brand: 1983 mit Herrenmode, später sogar Kindermode und Homewear und 1988 sein erstes Parfum mit dem Namen „KENZO“. Mittlerweile besteht der KENZO-Duftkosmos aus über 100 verschiedenen Parfums. Bereits 1993 übernahm der LVMH-Konzern die Marke und schon sechs Jahre später, im Alter von 60 Jahren, zog sich Kenzō Takada aus der Modewelt zurück.  

Der Rest ist Geschichte – bis heute ist KENZO eine Kultmarke. Takada hat den Weg für viele aufstrebende, japanische Designer geebnet. Die Dankbarkeit ist groß; viele Fans nehmen auf den sozialen Netzwerken Abschied vom Modeschöpfer, der im Alter von 81 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion verstarb.  

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