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Bvlgari – Kostbarkeiten für alle Sinne

Von Regina Stahl 27/09/2021
Credit: PR
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Die Balance zwischen großem und kleinem Luxus beherrscht das italienische Unternehmen Bvlgari perfekt. Von Haute Joaillerie bis zu erlesenen Parfums gibt es alles, was die Haut funkeln und duften lässt. Regina Stahl begab sich auf Spurensuche.

Träume sind noch schöner, wenn sie erfüllt werden … Doch nicht jede Frau und auch nicht jeder Mann hat das Glück, sich mit erlesenem Schmuck derart verwöhnen zu lassen wie einst Elizabeth Taylor. Richard Burton ließ sie förmlich in Bvlgari-Juwelen baden. Aber Sie, liebe Leserinnen und Leser, stimmen mir sicherlich zu, dass eine Uhr, eine Tasche oder auch ein besonderer Duft zu jenen Me-Momenten gehören, die man sich ab und zu einfach gönnen muss.

Angefangen hat Bvlgaris in die Welt des Luxus zwar klein, aber ambitioniert. Der gebürtige Grieche Sotirios Voulgaris (1857–1932) war ein gelernter Gold- und Silberschmied, der in seinem Heimatdorf in der Region Epirus ein kleines Geschäft betrieb. Mit Anfang zwanzig zog er nach Rom und eröffnete dort Geschäfte mit Goldschmuck und Antiquitäten. Als Neu-Italiener änderte er seinen Namen in Sotirio Bulgari, wobei er den Buchstaben U nach dem klassischen lateinischen Alphabet in V änderte – die Erklärung für das bis heute bestehende Firmenlogo. 1905 entstand die Boutique in der Via Condotti, unterhalb der legendären Spanischen Treppe. Ursprünglich ein Old Curiosity Shop, wurde daraus bald ein Geschäft für Schmuck, bei dem Sotirio sein Talent für Goldschmiedekunst, inspiriert von Pariser Art-déco-Kreationen aus Platin und Diamanten, einbrachte. Nach seinem Tod übernahmen seine Söhne Costantino und Giorgio das Unternehmen und vergrößerten die Verkaufsräume an der Via Condotti 10. Damit war der erste Schritt zum zukünftigen Schmuck-Imperium getan. In den 1940er Jahren entstanden dort die für den Stil des Hauses so typischen Schmuckstücke aus Gold mit geschmeidigen Windungen. Die Vorläufer der bis heute aktuellen Serpenti-Kollektion.

Der nächste Meilenstein: In den 50er Jahren wurde Rom dank der Cinecittà-Studios zur Filmstadt. Zahlreiche Stars wie Sophia Loren, Gina Lollobrigida und natürlich Elizabeth Taylor eroberten in ihren Drehpausen die Stadt, entdeckten Bvlgari und die kostbaren „Roman Souvenirs“. Taylor schwärmte 1961: „Einer der großen Vorteile, dass ,Cleopatra‘ in Rom gedreht wurde, war zweifellos Bvlgaris Boutique.“ Und ihr Filmpartner und späterer Ehemann Richard Burton gab zu: „Ich habe Liz mit dem Alkohol bekannt gemacht, sie mich mit Bvlgari.“ Sein Hochzeitsgeschenk 1964 war ein opulentes Collier aus Diamanten und Smaragden. Nach Taylors Tod wechselte es bei einer Christie’s-Auktion in New York für 5,4 Millionen Dollar den Besitzer. Bei derselben Versteigerung kaufte Bvlgari übrigens selbst neun Schmuckstücke zurück, die heute Teil der „Bvlgari Heritage-Kollektion“ sind und für Taylors Liebe zur Marke stehen. Nach der Zeit des Dolce Vita avancierten große Cabochons aus Farbsteinen zum Markenzeichen des Hauses. In Kombination mit Diamanten und dem damals so beliebten Gelbgold, das seit einigen Jahren in Roségold eine ernst zu nehmende Konkurrenz gefunden hat.

Ein Siegeszug um die Welt begann, denn bereits in den 1970er Jahren eröffneten erste Geschäfte an Top-Adressen in New York, Paris, Genf und Monte- Carlo. Heute ist die Luxus-Marke in insgesamt 24 Ländern vertreten. Und das mittlerweile von der LVMH-Gruppe übernommene Unternehmen expandierte noch weiter. Unter der Ägide der Enkel Paolo und Nicola Bvlgari sowie des Neffen Francesco Trapani baute es seine Führungsposition im Luxus-Segment weiter aus. 1977 wurde die erste Bvlgari Bvlgari-Uhr lanciert – nach wie vor ein Markenzeichen des Hauses –, das wie alle Uhren im eigenen Werk im schweizerischen Neuenburg hergestellt wird. Kurz vor der Jahrtausendwende dann ein weiterer Höhepunkt: Taschen mit Schmuckelementen wie dem Schlangenkopf-Verschluss, welcher der Kollektion den Namen „Serpenti Forever“ verleiht. 2004 eröffnete das erste Bvlgari-Hotel in Mailand, weitere folgten unter anderem in Bali, Dubai und London.

In eine dufterfüllte Szene blickt man dank „Bvlgari au thé vert“ seit 1993. Trapani kontaktierte die besten Nasen der olfaktorischen Szene wie Alberto Morillas, Jean-Claude Ellena oder auch Sophie Labbé. Sie war es auch, die den jüngsten Duft aus der Kollektion „Splendida“ kreierte: „Patchouli Tentation“. Er vereint die Aromen von Patschuliöl aus Bali mit Noten von weißem Pfirsich, Iriswurzel und weißem Moschus. Eine sinnliche Komposition, die der Haut ebenso schmeichelt wie ein kostbares Schmuckstück. Und die uns von „Roman Souvenirs“ träumen lässt …