Haarpflege

Pflegetipps für Mischhaar: Das sollten Sie wissen

Von Pia Scheiblhuber 05/10/2020
Credit: Gorunway
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Kaum liegt die letzte Haarwäsche einen Tag zurück, fängt der Haaransatz stark zu fetten an – und die Versuchung ist groß, gleich wieder zum Shampoo zu greifen. Gleichzeitig sind die Längen spröde und die Spitzen trocken und kaputt. séduction zeigt, welche Pflegetipps für Mischhaar Ansatz und Spitzen wieder in ein Gleichgewicht bringen können.

Mit diesen Tipps können Sie den unangenehmen Anzeichen von Mischhaar entgegenwirken.

Wenig waschen und zwei Bürsten benutzen

Diverse Faktoren bestimmen den Haartyp: eine ungesunde Ernährung, Stress, Überpflegung der Haare durch zu viele verschiedene Styling- und Pflegeprodukte und Schwankungen im Hormonhaushalt können sich negativ auf den Haarzustand auswirken. Wer etwas gegen einen fettigen Ansatz und zugleich trockene Spitzen unternehmen möchte, sollte folgende Pflegetipps für Mischhaar beherzigen:

  • So wenig waschen wie möglich. Je mehr man wäscht, desto mehr Talg produziert die Kopfhaut, da bei jeder Wäsche Talg abgetragen und damit der Haut signalisiert wird, dass mehr davon produziert werden muss – ein Teufelskreis. Jedoch nicht, wenn man sich mit dem Waschen zurückhält (höchstens drei Mal pro Woche) und fettige Ansätze im Notfall mit Trockenshampoo kaschiert. Auch Blotting Paper, mit dem man üblicherweise eine glänzende T-Zone abtupft, kann für den Ansatz umfunktioniert werden.
  • Nicht zu heiß waschen: Zu warmes Wasser trocknet die Kopfhaut aus und kann die Talgproduktion noch mehr ankurbeln. Außerdem strapaziert es die Spitzen, lässt sie spröde und strohig werden. Kaltes Wasser hingegen schließt die Schuppenschicht und lässt das Haar glänzen. Gleiches gilt beim Föhnen: Also lieber lufttrocknen oder kalt föhnen.
  • Auf Öle und Haarspitzenfluide setzen: Auch wenn es strapazierte Haare geschmeidig pflegt, ist bei Öl Vorsicht geboten. Am besten verteilen Sie es schon vor der Wäsche in den Längen und Spitzen und waschen es dann mit einem sanften Shampoo aus. So vermeidet man den ungepflegt wirkenden Strähnen-Effekt. Oder Sie lassen die Öle von Oliven, Rizinus, Avocado und Co. über Nacht einwirken und waschen sie am nächsten Tag aus – wirkt wie eine Intensivkur. Fluide und Seren können in der Regel sowohl auf trockenem als auch feuchtem Haar angewendet werden und werden nicht ausgespült – perfekt für einen nährenden Pflegekick für zwischendurch.
  • Das richtige Shampoo wählen: Wählen Sie ein Shampoo mit Inhaltsstoffen, die die Talgproduktion regulieren. Dazu zählen Kräuter- und Pflanzenauszüge wie Brennnessel- und Süßholzextrakt. Rückfettende Inhaltsstoffe mit Ölen sollten nicht für den Ansatz verwendet werden. Diese könnten jedoch für die Längen einen tollen Pflegeeffekt erzielen.
  • Auf austrockenende Stylingprodukte verzichten: Haarsprays und Volumenpuder lagern sich im Haar ab, beschweren es und können das Haar schnell trocken und spröde erscheinen lassen. Außerdem können diese Produkte den Ansatz austrocknen – wodurch die Sebumproduktion wiederum auf Hochtouren läuft, um (vermeintlicher) Trockenheit vorzubeugen.
  • Zwei Bürsten benutzen: Benutzen Sie eine nur für die Längen und Spitzen, wenn Sie Öle und Leave-in-Conditioner verwenden. So vermeidet man, dass der ohnehin fettende Ansatz zu reichhaltige Substanzen abbekommt. Eine weitere kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Haare mit keinen zusätzlichen Pflegeprodukten einbalsamiert sind und das gesamte Haar gebürstet werden soll. Im Allgemeinen sollten die Bürsten regelmäßig, mindestens einmal pro Monat, gründlich gereinigt werden. Denn der sich darauf ablagernde Talg und Schmutz begünstigt die Talgproduktion.
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