Wie ein Kurzurlaub für die Haut: das Welcome-Treatment von Babor - séduction Magazin
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Wie ein Kurzurlaub für die Haut: das Welcome-Treatment von Babor

Von Habib Yaman 19/11/2019
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Gerade noch draußen im Regen, sitze ich nun in der Mitte der S-förmigen, orangefarbenen Couch. Vor mir auf einem Tisch in Kniehöhe steht ein silbernes Tablett mit einem Stück Schokolade und einem geriffelten Trinkglas in Nierenform, aus dem das stille Wasser gleich exklusiver schmeckt. „Be happy“ befiehlt mir der Deko-Schriftzug, der das Erfrischungs-Ensemble garniert. Ich drehe mich um und entdecke auf dem Tablett der jungen Frau, die fast Rücken an Rücken hinter mir sitzt, eine Aufforderung zum Lachen, „smile“. Mein Blick wandert nach oben, die gewölbte Glasfront entlang bis hinauf zu den parallel gewellten taupe-grauen Elementen, die mit der Decke abschließen. Drei solcher Glas-Halbrunde reihen sich aneinander, dahinter verbergen sich die Behandlungsräume. Alles, von der Couch über das Trinkglas bis zur Raumorganisation ist in organischer Harmonie geformt. Hier scheint alles in Schwung. Man kann richtig spüren: Hier soll auch der Haut neuer Schwung verliehen werden.

Der Hautcheck mit dem Derma Visualizer ist gnadenlos

Ich befinde mich im Babor-Studio Frankfurt und warte auf Melina Klein, die Beauty-Expertin, die meine Haut genau unter die Lupe nehmen wird. Als ich mich telefonisch für das 90-minütige Welcome-Treatment (99 €) anmeldete, klärte mich Store-Managerin Susanne Wolf bereits über die Vorgehensweise auf: „Vor der Behandlung werden wir einen Hautcheck durchführen, um auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Haut eingehen zu können“. Nun bin ich gespannt, wie das wohl vor sich geht – und vor allem, welches Ergebnis dabei herauskommt. Bevor ich darüber lange nachgrübeln kann, steht auch schon Melina Klein vor mir und führt mich in die gläserne Mitte, Behandlungsraum zwei. Sobald der cremefarbene Vorhang zugezogen ist, startet die Hautanalyse. Zuerst muss ich mein Alter angeben und einschätzen, welcher Haut- und Sonnentyp ich bin. Dann greift die Beauty-Expertin auch schon zum Derma Visualizer, einem Gerät, das die Haut in 80-facher Vergrößerung abbildet und somit die kleinsten Details ans Tageslicht bringt. Und zwar gnadenlos. Das wird mir sofort beim Messen des Öl- und Abschuppungsgrades meiner Gesichtshaut klar. 20 Sekunden hält Melina Klein das ein an einen Barcode-Scanner erinnernde Gerät an meine Wange, wodurch der daran angebrachte Patch das Sebum, also die Fette und Öle der oberen Hautschicht, aufnimmt. Am Bildschirm wird sogleich das Ergebnis sichtbar: sehr trockene Haut. Die Abschuppung wird mit einem Tesafilm-ähnlichen Applikator gemessen, der mir ans Kinn geklebt und – ratsch – wieder abgezogen wird. Das Ergebnis auf dem Bildschirm zeigt: viel und ungleichmäßige Abschuppung.

Abschuppungsgrad, Porengröße, Falten und Pigmentflecken im Fokus

Melina Klein erklärt mir, was das bedeutet: „Sie schuppen viel ab, was an sich ein gutes Zeichen ist, da sich die Haut erneuert. Doch bleibt die Schuppung auf der Haut wodurch sich eine Art Panzer bildet. Öl trägt die Abschuppung von der Haut herunter.“ Doch da der Ölgehalt meiner Haut zu gering ist, passiert das erst einmal nicht auf natürliche Weise. Ich habe also einen Panzer im Gesicht. Nur ölhaltige Pflegeprodukte können mich „entpanzern“. So weit, so ernüchternd. Melina Klein inspiziert anschließend noch meine Porengröße, die meine Augenfalten, die Flecken und Fleckenstrukturen meiner Haut (liebevoll von der Beauty-Expertin „Landkarten im Gesicht“ genannt) sowie die Ebenmäßigkeit meines Teints. Dann ist die aufschlussreiche Analyseeinheit vorüber.

Warm-kalte Kompressen und eine Brennnessel-Maske kurbeln die Durchblutung an

Den harten Tatsachen folgt ein wohltuendes Treatment auf der vorgewärmten Behandlungsliege.  Bei leiser Entspannungsmusik reinigt mir Melina Klein das Gesicht mit Hy-Öl, einer Zwei-Phasen-Reinigung mit wasserliebendem Öl. Erst mit einem warmen, dann mit einem kalten feuchten Handtuch wird die überschüssige Pflege abgewaschen. Solch warm-kalte Kompressen wiederholen sich mehrmals während der Behandlung. Anschließend wird meine Durchblutung durch eine Maske mit Brennnessel in Schwung gebracht, die meine Haut brennen und rot werden lässt. „So können die pflegenden Inhaltsstoffe der Produkte besser von der Haut aufgenommen und verarbeitet werden“, erklärt Melina Klein. Die nächsten Behandlungsschritte sind darauf abgezielt, meine Haut zu „entpanzern“, also von der Abschuppung zu befreien, und sie mit der Extra-Portion Feuchtigkeit zu versorgen. Ein mildes Fruchtsäure-Peeling, bringt meine Haut wieder zum Atmen und lässt den „Panzer“ Vergangenheit sein. Reines Hyaluron und eine Vitamin-Öl-Ampulle sind die zwei Power-Elixire, die meiner Haut einen Feuchtigkeitskick verleihen. Der Ampulleninhalt riecht so sehr nach Urlaub, dass ich die große, runde Deckenlampe fast schon als Sonne wahrnehme und sich die Entspannungsmusik in meinen Ohren in ein Wellenrauschen verwandelt.

Sheet-Maske und Ampullen verpassen mir einen Feuchtigkeitskick

Noch mehr Feuchtigkeit schenkt mir die Sheet-Maske mit Hyaluron, Algenextrakten und einem Ölkomplex. Während die Maske einzieht, massiert mir Melina Klein Nacken, Hals und Schläfen. Ich spüre, wie meine Haut derweil all die Feuchtigkeit der Maske in sich aufsaugt. Nach diesem zehnminütigen Relax-Erlebnis trägt mir die Beauty-Expertin zum Pflege-Finish noch eine Feuchtigkeitspflege auf Gesicht und Lippen auf. Mein „Welcome Treatment“ ist vorbei. Ich schaue in den Spiegel, hinein in zwei Augen, die mich mit wachem Blick anstrahlen. Ich streiche mit den Fingern über meine Wange und stelle fest: Mein Panzer ist weg! Meine Haut ist weich und strotzt vor Feuchtigkeit. Ich trete aus dem Behandlungsraum, setze mich für eine abschließende Beratung auf die S-Couch. Da erklärt mir Melina Klein noch was die „Babor-Experiences“ auszeichnet: „Die Kunden sind bei uns Gäste, sollen sich wohlfühlen und eine super Beratung bekommen. Darauf kommt’s an“. Das Wichtigste sei die individuelle Behandlung. Deshalb stehen Babor-Portfolio auch nicht alle möglichen, neuen Facials auf dem Programm. Trends wie Cryo-Facials hätten nur auf kurze Dauer einen Effekt. „Für langanhaltende Ergebnisse setzen wir auf eine Kombination unterschiedlicher Anwendungen. Und vor allem auf die für Babor typischen warmen und kalten Kompressen, die sich in jeder Behandlung wiederfinden“.

Ich stehe auf, folge der S-Form der Couch in den hellen, cleanen Shop-Bereich, erwidere das Lächeln und die Grüße der Beauty-Expertinnen und steuere auf die Ladentür zu. Es regnet immer noch. Meine Stimmung trübt dies keinesfalls. Im Gegenteil, ich spüre, dass sich das Tablett-Orakel bewahrheitet hat. Ja, ich bin „happy“ – und könnte mir ständig übers Gesicht streicheln. Was ich die folgenden Tage auch nur allzu gerne machen werde…

Text: Pia Scheiblhuber

Credit: PR Babor

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