Clean Eating: ein Ernährungstrend, der (fast) alles erlaubt - séduction Magazin
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Ernährungstipps

Clean Eating: ein Ernährungstrend, der (fast) alles erlaubt

Von Pia Scheiblhuber 07/04/2020
Credit: Stocksy
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„Sauber essen“ hört sich im ersten Moment nicht gerade spektakulär an, ist jedoch ein großer Trend. Denn Clean Eating, so wird das innovative Ernährungskonzept genannt, ist ein Foodtrend, der sich zu einer eigenen Philosophie, einem vollumfänglichen Lebensstil entwickelte. Das Prinzip ist einfach: Frische, naturbelassene Lebensmittel stehen auf dem Speiseplan.

Mit einer Diät hat das Ganze nichts zu tun. Ganz im Gegenteil, beim Clean Eating sind auch Kohlenhydrate und Fette erlaubt – solange diese die Gesundheit fördern. séduction zeigt auf, was genau beim Clean Eating auf den Teller kommt und wie „sauber essen“ funktioniert.

Unverarbeitete Lebensmittel beim Clean Eating im Vordergrund

Den Kern dieses Ernährungsprinzips bilden saisonales und regionales Gemüse und Obst sowie reine, unverarbeitete Speisen wie Fisch, Fleisch, Salat und Vollkornprodukte. Beim Clean Eating steht nicht, wie man vermuten könnte, Rohkost im Mittelpunkt. Vielmehr geht es um eine frische Zubereitung der natürlichen Zutaten und eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung, die einem ein gesünderes, ausgewogeneres Lebensgefühl verschafft.

Anstatt mit Salz lieber mit vielen Kräutern würzen

Eine Grundregel beim Clean Eating lautet, die Zutatenliste so klein wie möglich zu halten. Es geht darum, den wahren Geschmack der Lebensmittel bewusst und pur wahrzunehmen. Wenn man das konsequent durchzieht, auf Fertigprodukte, Fast Food und stark verarbeitete Lebensmittel wie Süßspeisen, Brotaufstriche und Knabbergebäck verzichtet, lässt man auch automatisch Zusatz-, Farb- und Aromastoffe sowie Geschmacksverstärker beiseite. Auch sollte man sich beim Salzen und Zuckern der frisch zubereiteten Speisen zurückhalten. Sobald man aber mal anfängt, den natürlichen Geschmack der Lebensmittel in den Mittelpunkt der Gerichte zu stellen, verschwindet die Lust auf Salzen da von alleine. Dafür kann den Gerichten mit vielen frischen Kräutern Würze verliehen werden.

Perfekte Kombi: komplexe Kohlenhydrate, Proteine und ungesättigte Fette

Eine weitere Regel besteht in der Vielfalt der Nahrungsmittel, die beim „Clean Eating“ erlaubt sind. Es handelt sich nicht um eine Ernährungsform, die sich durch Restriktionen definiert. Vielmehr werden die vielen gesunden Zutaten betont, die den Speiseplan prägen wie komplexe Kohlenhydrate (z.B. in Vollkornprodukten, Quinoa, Nüssen, Kartoffeln und Gemüse enthalten), Proteine und gesunde, ungesättigte Fette, die für die Flexibilität der Zellwände zuständig sind (wie z.B. Lein- und Walnussöl, Avocados, Fleisch und fetter Fisch). Transfette, auch gehärtete Fette genannt, sollten jedoch unbedingt vermieden werden. Sie befinden sich zum Beispiel in Margarine. Also lieber immer mit hochwertigem Ölen kochen.

Auch Zwischenmahlzeiten sind Teil des Clean Eating-Prinzips

Clean Eating schreibt regelmäßiges Essen vor und legt viel Wert auf ein gesundes, energiespendendes Frühstück. Es können über den Tag verteilt mehr als drei Mahlzeiten zu sich genommen werden, z.B. drei Haupt- und drei Zwischenmahlzeiten, alle selbstverständlich frisch zubereitet und ausgewogen. Was natürlich auch bei diesem Ernährungstrend nicht fehlen darf, ist ausreichend Flüssigkeit, am besten drei Liter Wasser oder ungesüßter Tee pro Tag. Die Effektivität von Clean Eating ist zwar nicht wissenschaftlich belegt, der saubere, reine und abwechslungsreiche Foodtrend macht aber Lust auf mehr und bringt Farbe in die Gerichte – und steigert damit die Frühlingslust mit Gaumenfreuden.

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