Ernährungstrend Algen - séduction Magazin
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Ernährungstipps

Ernährungstrend Algen

Von Katja Dreissigacker 03/04/2020
Credit: iStock
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In China und Japan gelten Algen als Grundnahrungsmittel, in Europa fand man sie bislang meist nur in Sushi-Form. Doch das wird sich wahrscheinlich ändern, denn Algen sind jetzt angesagter denn je.

Wenn man an Algen denkt, ist die erste Assoziation wohl nicht die appetitlichste. Doch in vielen Bioläden kann man das Bild schnell revidieren. Dort findet man neben Algensalz und -bouillon auch salzig schmeckende Seaweed Snacks zum Knabbern und Meeresspaghetti. Alle prall gefüllt mit vielen Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitaminen wie B12, einem hohen Anteil an Jod und großen Mengen an Zink und Eiweiß. Rund 160 Algenarten werden als Lebensmittel verwertet. In Deutschland zählen die Rotalge Nori, bekannt von Makis aus der Sushi-Küche, die süßlich schmeckende Grünalge und die Braunalge Wakame wohl zu den bekanntesten. Wichtig ist, dass man beim Kauf auf Bio-Qualität achtet. Sie garantiert, dass die Algen aus sauberen Gewässern stammen. Auch mit Blick auf die Umwelt, haben die Meeresbewohner großes Potenzial. Sie können dreimal mehr Kohlendioxid aus der Luft binden als jede Landpflanze und gelten als Lebensmittel der Zukunft, weil sie schnell wachsen und ein wichtiger Nährstofflieferant sind.

Die Zubereitung von Algen

Wer sich erst mal vorsichtig an den neuen Trend heranwagen möchte, macht das am besten mit Wakame oder Nori. Als Chips kann man sie knappern oder als Topping über Salat und Suppe geben. Oder man probiert mal einen gebratenen Lappentang, der wie krosser Speck schmecken soll, dabei aber natürlich hundert Prozent vegan ist. Auch Algenlimo und –bier befriedigen die Neugier und machen Lust auf mehr. Für Phase zwei gibt es dann Kochbücher, aber auch das Problem, dass Algen in großen Mengen teuer und rar sind. Der europäische Anteil an der Weltproduktion liegt nur bei etwa fünf Prozent, weshalb die Produkte meist importiert werden müssen. Ein Grund, warum es Algen bislang meist in Trockenform gibt. In Spitzenrestaurants sieht das schon ein bisschen anders aus. Dort wird immer häufiger mit Algen gewürzt, Saucen werden damit verfeinert. Und in der Molekularküche spielt die Alge schon länger eine größere Rolle.

Algen enthalten viel Jod

Zügeln sollten sich Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion, denn Algen enthalten wie eingangs erwähnt eine große Menge an Jod. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich nicht mehr als 0,2 mg Jod zu sich zu nehmen. Bei vielen Arten ist dieser Höchstbedarf schon mit ein Gramm Alge gedeckt.

Detoxen mit Algen

Spirulina- und Chlorella-Algen können Schadstoffe im Körper bündeln und deren Abtransport ankurbeln. Damit unterstützen sie den natürlichen Entgiftungsprozess. Praktisch und einfach anzuwenden gibt es die Detox-Helfer als Kapseln, Tabletten und auch als Pulver, das man zum Beispiel einem Smoothie beifügen kann.

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