Ernährungstipps

Food-Trend aus Japan: Ramen

Von Pia Scheiblhuber 30/05/2020
Credit: Stocksy
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Zu den aktuell größten Food-Trends zählt definitiv Ramen. Das Geheimnis, das hinter der japanischen Nudelsuppe steckt, ist ganz simpel: Einfache Zutaten wird in einer kräftigen Brühe eine ganz besondere Bühne geboten. In der Hauptrolle: Ramennudeln. Die Nebendarsteller: Gemüse, Fleisch, Fisch, Sprossen, Ei und Co.

Unzählige Ramenvarianten sind durch die vielen möglichen Kombinationen der Zutaten möglich. Ramen ist ein einfaches, schmackhaftes Gericht, bei dem auch das Auge mitisst: Der Hype wird deshalb nicht so schnell abflauen.

Ramen: eines der wichtigsten Gerichte der japanischen Küche

Ramen stammt ursprünglich aus China, wo das Gericht als „Lamian“ (bedeutet so viel wie „handgezogene Nudeln“) bekannt ist. Die nahrhafte Speise fand jedoch im 19. Jahrhundert seinen Weg nach Japan, wo die Rezeptur angepasst und die Suppe unter einem anderen Namen berühmt wurde. Seitdem gehört Ramen zu den wichtigsten und beliebtesten Gerichten in Japan.

Ramen-Nudeln

Ramen-Nudeln bestehen aus Weizenmehl, Salz und Wasser. Sie sind sehr lang und gleichen dicken Spaghetti. Alternativ werden für Ramen auch Udon- und Soba-Nudeln verwendet. Die etwas klebrigen Udon-Nudeln werden ebenfalls aus Weizen hergestellt und sind im Vergleich zu Ramen dicker und heller. Soba sind Nudeln aus Buchweizenmehl und weisen deshalb eine dunklere Färbung auf. Sie schmecken leicht nussig und sind kalorienärmer als Ramen oder Udon.

Die unterschiedlichen Brühe-Arten

Die klassische Ramen-Basis ist eine Fleischbrühe. In den Ramen-Läden kann man zwischen Rinder-, Schweine- und Hühnerbrühe entscheiden. Doch auch für Vegetarier und Veganer gibt es Varianten auf Gemüsebrühe-Basis. Diese kann je nach Geschmack auch mit Sojasauce oder -milch verfeinert werden. Im Allgemeinen unterscheidet man jedoch unter vier traditionellen Ramen-Brühen, die sich durch verschiedene „Tare“ (japanisch für Würze) auszeichnen:

  • Shoyu wird mit japanischer Sojasauce zubereitet
  • Miso beinhaltet eine Paste aus fermentierten Sojabohnen
  • Shio schmeckt salzig und wird aus Fisch oder Meeresfrüchten hergestellt.
  • Tonkotsu zeichnet sich durch das Auskochen von Schweine-, Geflügel- oder Rinderknochen durch eine weißliche Trübung aus. Die Cremigkeit ist Folge des hohen Anteils an Gelatine.

Diese Brühenarten können je nach Gusto zusätzlich mit Chilipaste und Gewürzölen – zum Beispiel aus Knoblauch oder Ingwer – aufgepeppt werden.

Beilagen

Zur Einlagen-Basis, die sich in der Regel aus Fisch oder Fleisch sowie Gemüse und natürlich einer großen Portion Ramen-Nudeln zusammensetzt, können sich weitere Zutaten gesellen. Besonders beliebt unter Vegetariern und Veganern sind Tofu, Bambussprossen und Shiitake-Pilze. Auch Eier und Nori (gerösteter Seetang) sind typische Zutaten. Je nachdem, wie die einzelnen Zutaten in der Schüssel arrangiert sind, ergibt sich ein optisch ansprechendes, farbenfrohes Gericht. Bei Ramen essen also auch die Augen mit.

Wie gesund ist Ramen?

Eine frisch zubereitete Ramen-Brühe enthält reichlich Vitamine und gute Fette und ist ein wertvoller Nährstofflieferant. Wer sich für mehr Gemüse-Einlagen in der Suppe entscheidet und auf fettiges Fleisch verzichtet, gönnt sich mit seinem Ramen mit Sicherheit eine gesunde Mahlzeit.

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