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Ernährungstipps

Im Fokus: Wie viel Salz ist gesund?

Von Katja Dreissigacker 30/03/2020
Credit: iStock
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Früher wurde Salz als weißes Gold bezeichnet und war teurer als kostbare Edelsteine. Heute weiß man, dass Salz zwar lebensnotwendig ist, dem Körper aber auch schaden kann.

Wieviel Salz ist also gesund? séduction liefert Ihnen ein paar Anhaltspunkte.

Motor des Lebens

Salz besteht aus den Elementen Natrium und Chlorid, die im menschlichen Körper viele wichtige Funktionen übernehmen. So regelt Natrium zum Beispiel den Wasserhaushalt und sorgt dafür, dass er mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Außerdem ist der Salz-Bestandteil extrem wichtig für die Reizübertragung von Muskel- und Nervenzellen und die Aktivierung von Stoffwechselvorgängen. Für eine gute Verdauung spielt das Chlorid eine entscheidende Rolle, indem es für die Bildung von Salzsäuren im Magen sorgt. Kurz gesagt: Ohne Chlorid wäre die Magensäure nicht in der Lage Proteine aus der Nahrung aufzuspalten und den Schutz gegenüber schädlichen Mikroorganismen aufrecht zu erhalten. Klar also, warum man Salz als lebensnotwendig beschreibt. Nehmen wir weniger als drei Gramm Salz pro Tag zu uns, ist das nicht ideal. Denn kommen dann noch Fieber, Durchfall oder Erbrechen hinzu, sinkt der Natriumgehalt des Blutes in einen kritischen Bereich. Zu den möglichen Folgen zählen Schwindel und Orientierungsstörungen.

Gefährliche Würze

Ein Zuviel an Salz ist allerdings ebenso schädlich, wenn nicht noch schädlicher. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Erwachsenen eine tägliche Höchstdosis von sechs Gramm Kochsalz, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sogar nur 5 Gramm. Laut der Verbraucherzentrale liegt bei Frauen und Männern der tatsächliche Konsum im Durchschnitt aber etwa bei 10 Gramm. Wer sich jetzt wundert, woher die große Zahl kommt: Der Grund dafür liegt mit Sicherheit auch an den vielen versteckten Salzen in Lebensmitteln. Denken sie nur an Brot, Käse, Soßen oder Pizza. Ein Zuviel der feinen Prise kann zu Bluthochdruck führen und so mit der Zeit wichtigen Organen wie Herz, Herzkranzgefäßen, Gehirn, Nieren und Blutgefäßen schaden. Das Infarkt- und Schlaganfallrisiko steigt ebenso wie die Gefahr, an Magenkrebs zu erkranken. Und weil Salz ein Geschmacksverstärker ist und den Appetit anregt, kann es letztlich auch zu Übergewicht führen.

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