Pseudogetreide: Vor- und Nachteile von Quinoa, Amaranth und Co. - séduction Magazin
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Ernährungstipps

Pseudogetreide: Vor- und Nachteile von Quinoa, Amaranth und Co.

Von Pia Scheiblhuber 14/07/2020
Credit: Stocksy
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Amaranth, Quinoa, Buchweizen und Chiasamen – die bekanntesten der sogenannten Pseudogetreide haben bei vielen ernährungsbewussten Menschen bereits einen festen Platz im Speiseplan. Doch wodurch unterscheiden sie sich zu richtigem Getreide, was sind ihre Vorteile – aber auch Nachteile?

Bei Pseudogetreide handelt es sich um Körner und Samen, die zwar in der Küche wie Getreide eingesetzt werden können, aber kein richtiges Getreide sind. Im Gegensatz zu letzterem enthalten die exotischen Alternativen nämlich kein Gluten. Sie sind damit ein toller Getreideersatz für Menschen, die an Zöliakie leiden. Pseudogetreide lassen sich sehr vielfältig in der Küche einsetzen, als Beilage zu Fisch, Fleisch und Gemüse, für Eintöpfe aber auch in Süßspeisen und im Müsli finden sie Verwendung.

Diese vier Pseudogetreide sind besonders angesagt:

  • Amaranth stammt aus Süd- und Mittelamerika und lässt sich super zu Bratlingen verarbeiten. Vor allem in gepuffter Form ist es sehr beliebt, wobei es sich sehr gut ins Müsli integrieren lässt. Amaranth eignet sich auch zur Zubereitung von Popcorn.
  • Buchweizen kommt ursprünglich aus Zentralasien, wächst heute aber auch in Europa und Nordamerika. Es zeichnet sich durch seinen nussig-herben Geschmack aus und stellt eine gute Alternative zu Weizenmehl dar. Auch zu Bratlingen lässt es sich gut verarbeiten.
  • Quinoa hat seinen Ursprung in Südamerika und wird auch Inkakorn oder Perureis genannt. Die gelben, weißen und roten kleinen Samen werden ähnlich wie Reis zubereitet, sind aber auch in Form von Flocken, Mehl und Schrot erhältlich. Gepuffter Quinoa kann Müslis verfeinern.
  • Chiasamen sind mittlerweile beliebte Zutaten in Brot und Gebäcken. Sie stammen aus Nord- und Südamerika und können mit Leinsamen verglichen werden. Dank ihres milden Geschmacks lassen sie sich vielseitig einsetzen: im Müsli oder als Salattopping.

Vorteile: wertvolle Fette und viele Mineralstoffe

Pseudogetreide werden oft aus ernährungsphysiologischer Sicht als gesunde Alternative zu richtigen Getreiden gehandelt. Ausschlaggebend ist insbesondere ihr niedriger glykämischer Index: Ihr Kohlenhydratanteil wirkt sich weniger stark auf den Blutzuckerspiegel. Die exotischen Getreidealternativen weisen einen hohen Gehalt an essentiellen Aminosäuren auf, vor allem Amaranth und Quinoa sich sehr reich an Lysin. Sie enthalten zwar im Vergleich zu Weizen mehr Fett, dafür aber aus gesundheitlicher Sicher wertvollere Fette, also vor allem ungesättigte Fettsäuren. Ein weiterer Vorteil: Pseudogetreide versorgen den Körper mit reichlich Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Folsäure. Auch der Proteingehalt ist nicht zu unterschätzen.

Nachteile: lange Transportwege

Einen großen Nachteil haben Amaranth, Quinoa und Co. aus umweltpolitischer Sicht: Da es keine heimischen Pflanzen sind und nur ein kleiner Teil in Deutschland angebaut wird, legen die Pseudogetreide in der Regel einen langen Transportweg hinter sich, bis sie bei uns in leckeren Gerichten landen. Vor allem, wenn Sie ein nicht regionales Produkt kaufen, sollten Sie am besten darauf achten, dass es sowohl das Bio- Als auch das Fairtradesiegel trägt.

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