Glycerin: Das Wundermittel für trockene Haut? - séduction Magazin
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Körperpflege

Glycerin: Das Wundermittel für trockene Haut?

Von Redaktion 03/09/2020
Credit: Stocksy
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Frische und strahlende Haut ist seit jeher ein Zeichen für Schönheit und Gesundheit. Um diesen Zustand zu erreichen, benötigt Ihre Haut einen Wassergehalt von mindestens 20 Prozent. Dies wird vor allem im Winter und in steigendem Alter immer mehr zum Problem. Ist das Wundermittel Glycerin die Lösung? 

Der Inhaltsstoff ist in vielen Kosmetik- und Pflegeprodukten, von Seife über Lotions, Feuchtigkeitscremes, Foundation bis zu After-Sun Präparaten, enthalten. Er soll den Feuchtigkeitsgehalt der Haut steigern und sie somit frischer und strahlender erscheinen lassen. Die Meinungen zu dem viel verwendeten Inhaltsstoff sind jedoch gespalten. Es besteht der Vorwurf, der Inhaltsstoff trockne die Haut aus, anstatt sie mit Feuchtigkeit zu versorgen. Was ist nun richtig, spendet Glycerin Feuchtigkeit oder entzieht der Inhaltsstoff der Haut das Wasser?

Feuchtigkeitsspendend oder wasserentziehend? 

Die Antwort auf die Frage ist beides. Glycerin ist ein Stoff, der Wasser anzieht. Dies kann aus drei Quellen erfolgen: aus der Umgebungsluft, aus anderen Inhaltsstoffen des Produktes und aus den verschiedenen Hautschichten. Der gewünschte Effekt ist, dass Glycerin das Wasser aus der Luft und den Inhaltsstoffen des Produktes entzieht und an die Haut weitergibt. Sind diese Feuchtigkeitsspeicher jedoch ausgeschöpft, zieht Glycerin Wasser aus den tieferen Hautschichten an die Hautoberfläche, was wiederum einen austrocknenden Effekt hat. Damit dies nicht passiert, sollte auf zwei Faktoren geachtet werden. 

Die richtige Formulierung und die passende Konzentration

Glycerin sollte immer von feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen begleitet werden. Ist das Verhältnis von Glycerin und feuchtigkeitsspendendem Inhaltsstoff richtig dosiert, bindet sich Glycerin an diesen und befeuchtet die Haut tief und langanhaltend. Je mehr Glycerin in einem Produkt enthalten ist, desto höher muss der Feuchtigkeitsanteil des Produktes sein. Glycerinkonzentrationen bis zehn Prozent sind in der Hautpflege unbedenklich – bei den meisten Produkten liegt der Anteil sogar nur bei drei bis fünf Prozent.

Angst vor Austrocknung?

Sollten Sie als Nutzer von Hautpflegeprodukten mit Glycerinanteil also Angst vor Austrocknung haben? Die Antwort ist nein. In hochwertigen Feuchtigkeitscremes und Seren ist Glycerin richtig dosiert und mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen kombiniert, sodass der Haut kein Wasser entzogen werden kann. Ganz im Gegenteil: Der Inhaltsstoff entzieht dem Produkt die Feuchtigkeit und hilft dabei, sie in den tieferen Hautschichten zu speichern und dort ein Feuchtigkeitsdepot anzulegen. Dies verbessert die Elastizität der Haut und strafft sie. Da das Wasser dank Glycerin in die tieferen Hautschichten gelangt, lässt es sich auch durch intensive Gesichtsreinigung nicht so schnell wegwaschen. Um den positiven Effekt des Glycerins zu verstärken, ist zu empfehlen, Luftbefeuchter in der Wohnung zu verwenden- vor allem im Winter.

Verträglichkeit von Glycerin 

Da Glycerin ein natürlicher Bestandteil des Körpers ist, ist er absolut allergenfrei und eignet sich auch für empfindliche Haut. Im Körper wird der Stoff während des Stoffwechsels bei der Aufspaltung von Fetten hergestellt. Das gleiche Prinzip gilt auch für die Erzeugung von kosmetischem Glycerin: Der Inhaltsstoff wird durch die Aufspaltung von tierischen, synthetischen  oder pflanzlichen Fetten gewonnen. Vor allem in der Naturkosmetik wird darauf geachtet, dass das Glycerin in Bio-Qualität von Pflanzenfetten gewonnen wird, die umweltschonend und ohne Pestizide angebaut wurden. So steht einer strahlenden Haut nichts mehr im Weg. 

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