INHALTSSTOFFE-ABC

Inhaltsstoffe-ABC Teil VIII: Hamamelis

Von Pia Scheiblhuber 09/03/2020
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Hamamelis: Die Zaubernuss für einen makellosen Teint

Der große Traum: Ein Wirkstoff, der zaubern kann. Hamamelis kommt diesem Traum sehr nahe – zumindest, was ihren Namen angeht: Denn die Heilpflanze wird auch Zaubernuss genannt. Und das nicht ohne Grund. Anders als es in der Natur sonst funktioniert, bilden sich an dem Strauch der Hamamelis Früchte und erst danach die Blüten. Schon die Ureinwohner Nordamerikas erkannten, dass die Pflanze etwas Besonderes ist und schätzten ihre heilenden Kräfte.

Vor allem als Mittel gegen Wunden wurde die Zaubernuss von ihnen eingesetzt. Und sie lagen instinktiv richtig. Denn die Hamamelis regt dank ihrer Gerbstoffe die Wundheilung an, stoppt leichte Blutungen und dämmt Entzündungen. Die Gerbstoffe reagieren auf der Haut mit körpereigenen Eiweißen und verändern deren Struktur. So ziehen sich die oberen Hautschichten zusammen und werden undurchlässiger. Auf Wunden bildet sich dadurch eine feine Schutzschicht, die Entzündungen hemmt und die Blutung stillt. So ist sie zum Beispiel super in After-Shave-Lotionen, für den Fall, dass die Haut bei der Rasur zu Schaden gekommen ist. Auch Juckreiz hat bei der Behandlung mit Hamamelis keine Chance. Die Gerbstoffe machen die Nervenenden in der Haut unempfindlicher, sodass sie weniger auf Reize reagieren. Doch nicht nur gesundheitliche Vorteile bringt die Zaubernuss mit sich.

In Pflegeprodukten eingearbeitet, verengt der Wirkstoff die Poren, was den Talgfluss drosselt. Besonders bei öliger oder Mischhaut ist das in Kombination mit der entzündungshemmenden Wirkung hilfreich, da so Unreinheiten effektiv behandelt werden können. Zusätzlich punktet die Zaubernuss außerdem als Anti-Faltenmittel: Wie alle Antioxidantien schützen die in der Pflanze enthaltenen Flavonoide die Haut vor freien Radikalen, die die Zellen angreifen und die Haut so schneller altern lassen. Zauberei? Entscheiden Sie selbst…

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