Inhaltsstoffe-ABC Teil XXI: Urea - séduction Magazin
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INHALTSSTOFFE-ABC

Inhaltsstoffe-ABC Teil XXI: Urea

Von Redaktion 01/06/2020
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Urea: natürlicher Pflege-Wirkstoff gegen trockene Haut

Urea ist lateinisch und bedeutet übersetzt Harnstoff. Es ist ein natürlicher Hautbestandteil aus Stickstoffverbindungen, die im Harnstoffzyklus produziert werden. Auch in Form von Schweiß wird Urea abgesondert. Seit dem 18. Jahrhundert ist es ein beliebter Wirkstoff in der Hautpflege. Damals noch aus dem Urin von Pferden gewonnen, wird es heute synthetisch produziert, wobei Kohlendioxid und Ammoniak in einem chemischen Prozess einer hohen Temperatur ausgesetzt werden. 

Der Harnstoff lagert sich in den oberen Schichten der Haut ein, absorbiert und speichert dort Wasser. Somit soll er den Feuchtigkeitsverlust von trockener Haut ausgleichen und diese intensiv pflegen. Da im Alter die natürliche Konzentration des Harnstoffs abnimmt und im Winter die Haut vielen unverträglichen Faktoren ausgesetzt ist, wie Hitze und trockener Heizungsluft, wird Urea gerne in Kosmetika und Pflegeprodukten wie Body Lotions und Handcremes eingesetzt, um die Hautbarriere zu stärken und bei der Bindung von Wasser zu helfen. Meistens ist in solchen Produkten ca. fünf bis zehn Prozent Urea enthalten. Da es als besonders hautverträglich gilt, können es auch Menschen mit einer empfindlichen und sensiblen Haut nutzen. Urea wird deshalb oft Neurodermitis-Patienten oder Menschen mit Schuppenflechte verschrieben, es lindert den Juckreiz und wirkt keratolytisch (hornhautablösend). Bei solchen akuten Hautkrankheiten sollte man sich aber immer mit einem Arzt in Verbindung setzten, da hier meistens ein Produkt mit einer höheren Konzentration empfohlen wird.

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