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Spa & Wellness

Seife hochwertig herstellen – so läuft der Prozess ab

Von Online Redaktion 17/04/2021
Credit: Unsplash
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Ob als Reinigung für Körper und Hände oder als ansehnliche Dekoration im Badezimmer, schöne und hochwertige Seifen sind immer ein Blickfang. Ein kleiner Exkurs in die Geschichte der Seifenverwendung und alles, was Sie über die Herstellung hochwertiger Seife wissen sollten.

Was kann Seife bewirken?

Die Seife, so wie wir sie heute kennen, entstand im 7. Jahrhundert durch die Araber. Sie erhitzten Öle und alkalische Salze in einer Ätzlauge und ließen sie so lange kochen, bis die Masse fest wurde. Dieses Wissen verbreitete sich schnell in Europa. Spanien, Italien und Frankreich schufen die ersten Zentren der Seifenindustrie. Allerdings waren Seifen zu dieser Zeit Luxusartikel und nur dem Adel vorbehalten. Erst durch die öffentlichen Badehäuser, die auch für die ärmere Bevölkerung zugänglich waren, konnten sich die Menschen mit Wasser und Seife reinigen. Körperhygiene bekam einen immer höheren Stellenwert. Doch Kriege und Seuchen sorgten für einschneidende Veränderungen. Die Menschen gingen nämlich damals davon aus, dass das Wasser den Körper für die Erreger der Pest- und der Choleraseuche öffnet. Ein Irrglaube, der sich bis ins 17. Jahrhundert durchzog. Statt Seife verwendeten die Menschen lieber Puder und Parfum. Leider konnten sich Läuse und Flöhe sowie Pest- und Cholerabakterien dadurch ungehindert vermehren. Erst durch den französischen König und Seifenfan Ludwig XIV wurde die Benutzung der Seife wieder populärer, um unangenehmen Körpergeruch entgegenzuwirken und zahlreiche Infektionskrankheiten verhindern zu können. 

Wie wird Seife hergestellt?

In der Regel werden Seifen aus pflanzlichen oder tierischen Fetten wie Olivenöl, Kokosfett oder Schmalz, Talg und Knochenfett hergestellt. Diese Fette und Öle werden mit Lauge vermischt und reagieren miteinander. Daraus entsteht dann die Grundzutat der Seife. Um die Verseifung zu starten gibt es zwei Wege: das Heißsiedverfahren und das Kaltsiedverfahren. 

Heißsiedverfahren

Die klassische Seife, wie wir sie aus dem Supermarkt kennen, durchläuft das sogenannte Heißsiedverfahren. Hier werden die Inhaltsstoffe, Zusätze und Konservierungsmittel miteinander vermischt und erhitzt. Anschließend wird die Masse in Formen gefüllt und kühlt ab. Für empfindliche Haut ist diese Form der Seifenherstellung weniger geeignet, da in ihr viele Zusätze und vor allem Palmöl enthalten ist. 

Kaltsiedverfahren

Bei hochwertiger Seife läuft die Verseifung völlig anders ab. Im sogenannten Kaltsiedverfahren werden die verwendeten Öle geschmolzen und bei Raumtemperatur mit der Lauge vermischt. Die Zusatzstoffe sind hierbei vor allem Tonerde, Salz und Zucker, welche die Seife noch cremiger und pflegender machen. Die Masse wird nun so lange gerührt bis sie eine puddingartige Konsistenz erreicht und sich selbst auf etwa 50 Grad erhitzt. Je nach Bedarf, können in die Masse ätherische Öle oder Parfumöl hinzugemischt und eingefärbt werden. Abschließend wird die Masse in Formen gefüllt und für mindestens 24 Stunden stehen gelassen. Damit die Seife noch milder wird, lässt man sie für mindestens vier Wochen, meist sogar länger, reifen. Das besondere bei diesem Herstellungsprozess ist, dass es sich hierbei um reine Handarbeit handelt und die Seife sehr mild zur Haut ist. Ebenfalls können die Inhaltsstoffe und das Design individuell und je nach Vorliebe gewählt werden. 

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