Bei der gesundheitsbewussten Hollywood-Riege steht er in der Küche, Chart-Stürmer ölen sich damit die Stimme, und als Naturheilmittel findet er in immer mehr Medizinschränkchen seinen Stammplatz.
Kurzum: MANUKA-HONIG avanciert seit ein paar Jahren zum STAR DER BIENENERZEUGNISSE
Gewonnen wird der Blütenhonig vom Nektar der Südseemyrte. Sie ist eine Verwandte des australischen Teebaums und in den Bergregionen Neuseelands zu Hause. Manuka, wie die Pflanze von den Maori genannt wird, wächst in großflächigen Buschwäldern inmitten unberührter Natur. Von Oktober bis März ist Blütezeit und damit Hochsaison für die Bienen. Sind die Honigwaben reif, werden sie vom Imker geerntet und bis zum Verzehr noch einige Monate gelagert. Im Vergleich zu deutschem Waldhonig schmeckt Manuka-Honig weniger süß, ist kräftiger und würzig. Doch es ist nicht der überraschende Geschmack, der ihn ausmacht, sondern sein außerordentlich hoher Anteil an Methylglyoxal, der weltweit einzigartig ist. Dabei handelt es sich um ein Zuckerabbauprodukt, das während der Honigreifung in der Bienenwabe entsteht. Wie zahlreiche Studien heute bestätigen, hat Methylglyoxal eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Wirkungen.
SUPERFOOD MIT HEILENDER WIRKUNG
Anfang der 80er-Jahre wurde Manuka-Honig erstmals an der neuseeländischen University of Waikato wissenschaftlich untersucht. Rund 25 Jahre später gelang es Forschern der TU Dresden, die hohe antimikrobielle Eigenschaft dem Methylglyoxal – kurz MGO – zuzuordnen. Entscheidend für die heilenden Wirkungen ist die Höhe des MGO-Gehalts: Erst bei Werten zwischen 100+ und 800+ mg/kg entfalten sich unter anderem entzündungshemmende und antioxidative Effekte so richtig. Selbst Helicobacter-pylori-Bakterien, die Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen, können dank einem hohen MGO-Gehalt bekämpft werden. Wer mit dem Naturheilmittel das Immunsystem stärken will, nimmt täglich einen halben Esslöffel Manuka-Honig zu sich, egal ob pur, im Müsli oder zum Süßen des Tees. Bei entzündeter Haut hilft es, ihn direkt mit einem Wattestäbchen aufzutragen, bei offenen Stellen im Mund lässt man ihn auf der Zunge zergehen. Löst man ihn in Wasser oder Salbeitee auf, wirkt er gegen Erkältungen und Halsschmerzen. Mediziner schätzen am meisten die Heilkraft bei offenen Wunden. Gibt man Manuka-Honig nach der Reinigung und Desinfektion als deckenden Film darüber und schützt die Körperstelle mit einem sterilen Verband, beschleunigt er die Wundheilung. Sitzen Bakterien in der Wunde, saugt der Manuka-Honig das Wasser auf und stoppt so deren Vermehrung. Selbst bei hartnäckigen Hauterkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis oder Herpes schafft die antimykotische Wirkung Linderung.
VORSICHT, FÄLSCHUNG
Die vielfältigen Heileffekte lassen nicht nur Nach frage und Preis in die Höhe schießen, sondern rufen leider auch Fälscher auf den Plan, die beliebigem Honig künstliches Methylglyoxal hinzufügen. Darauf hat die neuseeländische Regierung reagiert und ein Testverfahren entwickelt. Trägt ein Glas Manuka-Honig ein Prüfsiegel, das den Gehalt und die Höhe an MGO bestätigt, ist man auf der sicheren Seite. Ebenso wenn auf dem Produkt die UMF-Handelsmarke abgebildet ist. Liegt der Wert des „Unique Manuka Factor“ zwischen 5+ und 20+, handelt es sich um echten Manuka-Honig.
BEAUTY-BENEFITS
Selbst die Kosmetikindustrie hat Manuka-Honig schon für sich entdeckt. Als Wirkstoff in Pflegeprodukten entfaltet er seine feuchtigkeitsspendende Wirkung, wirkt beruhigend und entzündungshemmend. Für einen Anti-Aging-Effekt setzt die Branche allerdings auf ein anderes Bienenerzeugnis: Gelée Royale. Guerlain nutzt es beispielsweise für seine Pflegelinie „Abeille Royale“, um – kombiniert mit zwei Honigsorten – die Selbstreparatur der Haut in allen Schichten anzuregen.