Brainfoods: Diese Lebensmittel steigern die mentale Fitness
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Ernährungstipps

Brainfoods: Diese Lebensmittel steigern die mentale Fitness

Von Patrick Vogel 04/12/2020
Credit: Stocksy
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Genau wie unsere Haut ist auch unser Hirn mit fortschreitendem Alter nicht mehr so leistungsfähig. Dies äußert sich aber nicht durch feine Linien oder Fältchen. Nach Überschreiten der Lebensmitte sinken unsere kognitiven Fähigkeiten stetig ab. Mit Brainfoods halten Sie Ihr Hirn fit.

Das menschliche Gehirn ist zwar relativ klein, aber umso größer ist sein Energieverbrauch. Es fungiert als Schaltzentrale für unseren gesamten Körper, deshalb verbraucht es fast 25 Prozent der Energie, die wir über unsere Nahrung zu uns nehmen. Lebensmittel, die wir täglich verzehren, beeinflussen nämlich nicht nur unseren Stoffwechsel, sondern auch die neuronale Plastizität unseres Hirns. Anders formuliert: Eine ungesunde, einseitige Ernährung kann tatsächlich dazu führen, dass Ihr Hirn langsamer arbeitet oder anfälliger für Krankheiten ist. Zum Glück gibt es Brainfoods.

Die untrennbare Verbindung zwischen Magen und Hirn

Ausdrücke wie „auf den Bauch hören“ oder „Bauchgefühl“ implizieren schon lange, das Hirn und Magen in gewisser Weise miteinander verbunden sind. Beispielsweise wird im menschlichen Verdauungstrakt 90 Prozent des körpereignen Serotonins hergestellt, dem sogenannten Glückshormon. Die Phrase „Essen macht glücklich“ kann man also wirklich wörtlich nehmen. Ein schöner Reminder daran, dass auch das eigene Wellbeing ein großer Teil der mentalen Gesundheit ist.

Was sind Brainfoods?

Will man ganz genau sein, kann man eigentlich gar nicht von „Brainfoods“ im wirklichen Sinne reden – viel mehr sind es die in den Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffe, die unser Gehirn braucht. Dazu gehören beispielsweise Omega-3-Fettsäuren, pflanzliche Antioxidantien, Vitamin B, C und E sowie Cholin. Keiner dieser Stoffe wird vom Körper selbst hergestellt – das heißt wir müssen Sie bewusst und aktiv zu uns nehmen. Das ist wiederrum nicht immer einfach. Gerade die westliche Ernährung besteht hauptsächlich aus verarbeiteten und raffinierten Kohlenhydraten, die Hirn und Gesundheit nicht positiv beeinflussen.

Power-Lebensmittel für Ihr Hirn

Inspiration liefern andere Küchen: Sollten Sie ein Fan der mediterranen Cuisine sein, unterstützen Sie Ihr Hirn wahrscheinlich mit den meisten Gerichten. Eine der Grundzutaten dieser Küche, Olivenöl, enthält einfach ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf die Gedächtnisleistung auswirken können. Ein anderes Öl, das besonders auf den pazifischen Inseln als Heilmittel gefeiert wird, ist Kokosnussöl. In diesem Öl findet sich eine hohe Konzentration von mittelkettigem Triglycerid. Dieser Stoff ist auch in Muttermilch enthalten, denn Neugeborene benötigen Triglycerid zum Hirnaufbau. Wir verarbeiten den Stoff wiederrum zu Ketokörper, die auf das Hirn wie Glukose wirken und Energie zur Verfügung stellen. Auch fermentiertes Essen, beispielsweise Kimchi oder auch Sauerkraut, wenn man in der heimischen Küche bleiben will, können dem Hirn helfen. Denn wie oben angedeutet, stellen die Bakterien in unserem Verdauungstrakt Neurotransmitter für Hormone her, beispielsweise für Dopamin, Serotonin und Endorphine. Ist unser körpereigenes Mikrobiom aber beispielsweise im Ungleichgewicht, äußert sich dies auch in Form von Anxiety und Stimmungsschwankungen – Reaktionen unseres Hirns. Über die Nahrung sollten wir deshalb gute Bakterien und Probiotika zu uns nehmen. Unangefochten an der Spitze der Rangliste für Brainfoods stehen aber Nüsse und Fische, die das Hirn dank Omega-3-Fettsäuren vital halten.

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