Ernährungsfalle: Versteckte Zucker - séduction Magazin
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Ernährungstipps

Ernährungsfalle: Versteckte Zucker

Von Redaktion 29/10/2020
Credit: Stocksy
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Zu viel Zucker ist ungesund. Doch darauf zu verzichten ist schwer. Und auch wenn wir auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten, nehmen wir oft mehr versteckte Zucker zu uns als uns bewusst ist.

Schneller Energielieferant

Zucker macht satt und liefert schnell Energie: Die kleineren Glucosemoleküle können von den Körperzellen einfach in Monosaccharide zerlegt werden, die der Zelle dann Energie liefern. Bei anderen Kohlenhydraten sind die Moleküle komplizierter aufgebaut und es werden mehrere Schritte benötigt, um diese zu spalten und zu zerlegen, damit sie dem Körper Energie liefern. Zucker ist für uns lebensnotwendig. Doch bei einer zu großen Zufuhr wird dieser eingelagert und in Fett umgewandelt. So kann der Körper zu einem späteren Zeitpunkt darauf zugreifen.

Die aus Zucker gewonnene Energie geht schnell in die Zellen über, ist aber auch schnell aufgebraucht. Dann muss man entweder wieder mehr Zucker essen oder man fühlt sich schlapp und antriebslos. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt pro Tag nicht mehr als 25 Gramm Zucker zu sich zu nehmen. Ein zu hoher Konsum kann schneller dick machen. Auch das Risiko für Typ 2 Diabetes kann erheblich ansteigen.

Undurchsichtige Bezeichnungen

Versteckte Zucker gibt es in verschiedenen Formen, nicht nur die, die auf den Produkten in der Nährwerttabelle aufgeführt sind. Dort sind bloß herkömmliche Zucker gelistet. Nicht darunter fallen etwa Süßungsmittel oder Zuckerersatzstoffe.

Oft werden chemische Ersatzstoffe mit den korrekten Fachbegriffen angegeben, die aber für den Endverbraucher nicht klar als Zucker zu erkennen sind: Es gibt über 70 verschiedene Namen und Stoffe, die in Lebensmittel verarbeitet werden. Der Zucker versteckt sich hinter chemischen Begriffen, wie zum Beispiel:

  • Glukose-Sirup
  • Dextrose
  • Acesulfam
  • Xylit
  • Aspartam
  • Polydextroxe
  • Maltit Cyclamat
  • Traubensüße
  • Gerstenmalzextrakt

Süße aus Fruchtsaftkonzentraten sind auch ein beliebter Ersatz, der nicht in der Nährwerttabelle unter „Zucker“ deklariert werden muss.

Werbelügen

Produkte, die solche Ersatzstoffe für den üblichen Haushaltszucker enthalten, werben damit oft auf der Verpackung. Es wird damit geworben, dass diese Produkte „weniger süß“ seien oder prozentual gesehen weniger Zucker als andere Produkte enthalten. Auch die Deklaration, dass Produkte keine Zuckerersatzstoffe enthalten, ist irreführend.

Zuckerfalle Fertiggerichte

Auch saure oder pikante Lebensmittel enthalten oft mehr Zucker, als man auf den ersten Blick vermutet. Besonders in Fertigprodukten ist oft überdurchschnittlich viel Zucker enthalten. Wir empfehlen, die Zutatenliste genau unter die Lupe zu nehmen.

Denn auch wenn Sie bereits auf viele Süßigkeiten verzichten, kann sich versteckter Zucker schnell wieder in Ihren Ernährungsplan einschleichen und so Ihren Fortschritt bei einer Diät schmälern.

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