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Fitness Tipps

Plogging: gut für Körper, Geist und Umwelt

Von Redaktion 19/09/2020
Credit: Unsplash
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Laufen, bücken und die Umwelt schützen – Plogging ist ein Trend aus Schweden, der sich in den letzten Jahren weltweit verbreitet hat. Das Wort Plogging oder auf Schwedisch Plogga setzt sich aus den beiden schwedischen Worten „plocka app“ und „jogga“ zusammen.

Dies bedeuten „Aufheben“ und „Jogging“, was die Kerneigenschaften der kommenden Trendsportart ausdrückt: Joggen und dabei Müll aufsammeln.

Wer hat es erfunden?

Die Schweden. Um genau zu sein, der Schwede Erik Ahlström. Er war genervt von dem herumliegenden Müll in Stockholm und hat kurzerhand die Initiative ergriffen. 2017 begann er zu Ploggen. Dies sorgte bei der Bevölkerung zunächst für Belustigung, die jedoch bald in Bewunderung und Respekt umschlug. Schnell fand er immer mehr Mitstreiter, die sich mittlerweile über die gemeinsamen Hashtags #Plogga und #Plogging zu einer weltweiten Community verbunden haben.

Gut für den Körper

Dass Jogging gut für den Körper ist, ist schon lange allgemein bekannt. Wie auch andere Ausdauersportarten stärkt Laufen das Herz-Kreislauf-System und beugt so zahlreichen Krankheiten wie Arteriosklerose und Diabetes vor. Außerdem ist Jogging ein guter Weg um abzunehmen, da aufgrund der langen Belastungszeit viel Körperfett verbrannt wird. Plogging ist sogar noch effektiver. Durch das ständige Stoppen und wieder Anlaufen wird ein effizienter Intervalleffekt erzielt. Außerdem werden durch das ständige Bücken, Beugen und In-die Knie-Gehen weitere Muskelgruppen im ganzen Körper beansprucht. Das einfache Bücken kann auch durch Squats und Dehnübungen intensiviert werden. Auch wenn es gerade keinen Müll zum Aufsammeln gibt, gilt die Intervallmethode als effiziente Trainingsmethode.

Gut für den Geist und die Umwelt

Wem einfaches Joggen immer zu langweilig war, dem wird nun mit Plogging eine gute Alternative geboten. Denn das ständige Ausschauhalten nach neuen Fundstücken sorgt für Abwechslung. Außerdem dient Plogging, wie auch Jogging, zum Abbau von Alltagsstress. Während des Laufens werden Glückshormone ausgeschüttet, was zur Vorbeugung und Bekämpfung von Depressionen beiträgt. Beim Plogging kommt noch die Befriedigung hinzu, etwas für die Umwelt zu tun.

So geht es

Plogging geht ganz einfach: Laufschuhe an, Handschuhe und Müllbeutel einpacken und los. Während und nach dem Laufen sollten Sie jedoch einige Hygieneregeln beachten. Beim Aufsammeln des Mülls wird empfohlen, Handschuhe anzuziehen und sich im Anschluss nicht damit ins Gesicht fassen. Nach dem Joggen sollten Sie sich außerdem die Hände waschen. Mittlerweile gibt es in vielen Städten Plogging-Lauftreffs. Die größte Community in Deutschland hat sich mit hunderten Mitgliedern in Köln gebildet. Plogging ist ein Gemeinschaftssport, der auch viral mit den Hashtags #plogga und #plogging für ein Gefühl von Zusammenhalt sorgt. 

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