Ernährungstipps

Darum ist ein gesunder Säure-Basen-Haushalt so wichtig

Von Pia Scheiblhuber 23/08/2020
Credit: Stocksy
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Wer gesund leben möchte, muss Dysbalancen vermeiden – in allen Lebensbereichen. So ist es auch wichtig, eine gesunde Säure-Basen-Balance zu erreichen. Damit Sie sich rundum wohlfühlen können und Ihr Körper nicht unnötig mit einer zu hohen Säureproduktion belastet wird, sollten Sie bestimmte Dinge in Ihrer Lebensweise anpassen.

Der Organismus ist unablässig damit beschäftigt, einen gesunden Säure-Basen-Haushalt herzustellen. Der pH-Wert des Blutes liegt idealerweise im Bereich von 7,35 bis 7,45 und ist somit leicht basisch. Liegt er unter 7,15, hat man bereits einen kritischen Zustand erreicht. Jedes Organ kann nur bei einem bestimmten pH-Wert einwandfrei funktionieren. Deshalb ist der Säure-Basen-Haushalt immens wichtig für den gesamten Körper, vergleichbar mit der Sauerstoffzufuhr.

Chronische Übersäuerung Grund für Zivilisationskrankheiten?

Ist der Körper übersäuert, lagern sich die Säuren im Bindegewebe ein. Die chronische Übersäuerung, an der in der modernen Gesellschaft immer mehr Menschen auch unwissentlich leiden, wird auch latente Azidose genannt. Es wird sogar vermutet, dass eine Übersäuerung verantwortlich für Zivilisationskrankheiten wie Rheuma, Migräne, Osteoporose sein könnte.

Übersäuerung vermeiden: Achten Sie auf diese 5 Dinge

Um einer Azidose entgegenzusteuern, sollten Sie auf folgende Dinge achten:

  • Richtige Ernährung: Achten Sie auf eine basische Ernährung. Dabei sollten Sie sich nicht von Ihren Geschmackssinnen leiten lassen: Denn sauer schmeckende Nahrungsmittel wie Zitrone oder Johannisbeere sind basenbildend, wohingegen Laugenbrezeln, die geschmacklich eher als seifig (basisch) einzuordnen sind, im Körper Säuren produzieren. Außerdem sind Proteine Säureproduzenten, den beim Abbau von Aminosäuren, den Eiweißbausteinen, entsteht Säure. Deshalb begünstigen proteinhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Wurst, Milchprodukte und Soja eine Übersäuerung. Auch kohlensäurehaltige Getränke wirken sich negativ aus. Basische Mineralstoffe wirken im Gegensatz dazu positiv auf den Säure-Basen-Haushalt: Gemüse, Kräuter, Obst, Kartoffeln und Bitterstoffe sind empfehlenswert für einen basischen Ausgleich. 70 bis 80 Prozent der Mahlzeiten sollten aus basischen Lebensmitteln bestehen. Zucker wirkt weder basisch noch sauer, ist also neutral. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel hat aber eine gedrosselte Säureausscheidung zur Folge.
  • Atmen Sie immer tief durch: Die Lunge ist ein wichtiges Organ für die Säureausscheidung. In Form von Kohlendioxid atmet der Mensch den ganzen Tag über große Mengen an Säuren aus, die auf natürliche Weise im Stoffwechsel natürlich entstehen. Wenn die CO2-Abatmung zu gering ist – wenn man zu oberflächlich und langsam atmet – lagert sich saures Kohlendioxid im Körper ab.
  • Schonen Sie Ihre Leber: Die Leber hat eine entscheidende Funktion für das Säure-Basen-Gleichgewicht. Sie schleust überschüssige Säuren in die Niere zur Ausscheidung. Um diese Funktion aufrecht zu erhalten, vermeiden Sie Alkohol und reduzieren Medikamente sowie Schmerzmittel so weit wie möglich, denn um deren Abbau muss sich ebenfalls die Leber kümmern.
  • Treiben Sie Sport: Beim Schwitzen kann der Körper überschüssige Säuren abbauen. Betätigen Sie sich also regelmäßig sportlich. Aber auch Saunabesuche und Basenbäder können den Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht bringen.
  • Lassen Sie sich nicht stressen: Die Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol bringen den normalen Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Die Atmung flacht ab, saures CO2 wird lagert sich im Körper ab.
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