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Körperpflege

Urea: Das Pflegetalent für trockene Haut

Von Pia Scheiblhuber 20/09/2020
Credit: Stocksy
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Die letzten warmen Sonnenstrahlen dieses Jahres genießen wir nun in vollen Zügen. Denn schon bald werden uns kühlere Temperaturen um die Nase wehen. Nicht nur unser Gemüt muss sich dann auf Herbst einstellen, auch unsere Haut sollte sich für die niedrigen Temperaturen und die trockene Heizungsluft wappnen. Dabei wirkt Urea als Pflegetalent für trockene Haut kleine Wunder.

Harnstoff ist die umgangssprachliche Bezeichnung von Urea. Ein Skincare-Fact, der sich für viele im ersten Moment merkwürdig anhört.  Doch Urea ist ein wahres Pflegetalent für trockene Haut – und hat auch seit langem nichts mehr mit echtem Harnstoff zu tun. Der Wirkstoff wird nämlich synthetisch aus Ammoniak und Kohlendioxid hergestellt, die sich bei Hitze und unter hohem Druck zu Urea verbinden.

Effektiver als nährende Öle

Harnstoff, ein fetthaltiges Endprodukt des Aminosäurestoffwechsels, macht circa sieben Prozent der natürlichen Feuchthaltefaktoren der Hornschicht aus. Um trockene Haut vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen, ist es daher ratsam, zu Urea-Produkten zu greifen. Urea bindet Feuchtigkeit in den oberen Hautschichten und schließt sie in die Haut ein. Und das macht der Wirkstoff ausgesprochen gut: Untersuchungen haben gezeigt, dass die regelmäßige Anwendung fünf- bis zehnprozentiger Urea-Produkte den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) verringert. Im Gegensatz zu nährenden Ölen, die zwar schnell aber meist nicht langfristig wirken, profitiert man bei Urea von einem Langzeiteffekt.

Wirkt feuchtigkeitsspendend und abschuppend

Neben der feuchtigkeitsspenden Wirkung punktet Urea auch mit seiner keralytischen, also abschuppenden Fähigkeit. Urea baut Verbindungen zwischen abgestorbenen Hautzellen ab und unterstützt somit die Hautabschuppung. Aufgrund dieser Peelingwirkung glättet Urea die Hautoberfläche und bereitet sie bestens fürs Make-up vor. Denn an einen ebenen Teint können sich Foundation und Co. besser anschmiegen, ohne zu verkrümeln.

Auch für sensible Haut verträglich

Der altbewährte Wirkstoff eignet sich dank seiner verlässlichen Wirkung auf trockene Hautpartien bestens für die saisonale Pflege in Herbst und Winter. Denn nun ist es an der Zeit, die tägliche Hautpflege an die kommende Jahreszeit anzupassen. Dabei kann jeder auf Urea zählen, da es sehr gut verträglich und nicht allergen ist. Selbst sensible Haut und Menschen, die an Neurodermitis oder Schuppenflechte leiden, können mit Urea tolle Pflegeergebnisse erzielen.

Der passende Urea-Anteil

Je trockener die Haut desto höher sollte der Urea-Gehalt des Produkts sein. Bei leicht trockener Haut reicht eine Dosierung von drei bis fünf Prozent, damit der Teint geschmeidig weich gepflegt wird. Wer an sehr trockener Haut leidet, sollte zu Pflegeprodukten mit zehn Prozent Urea greifen. Dann wirkt der Stoff juckreizstillend; er entfaltet ebenso seine abschuppende Wirkung, wodurch die Haut sich schneller und effektiver erneuern kann. 20-prozentige Urea-Produkte reduzieren Hornhautbildung und Cremes mit einem Urea-Anteil von 30 bis 40 Prozent werden von Hautärzten bei verhornten Hautpartien, wie sie oft an Ellenbogen vorkommen, verschrieben. Noch ein Tipp: Urea bildet mit Ceramiden ein Power-Pflege-Duo für trockene und schuppige Haut.

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